ALTENHAGEN II (al). Zweieinhalb Jahre nach dem Kauf ihres Mannschaftstransportwagens (MTW) kann die Freiwillige Feuerwehr Altenhagen II nun auch ein Carport für ihr Auto bauen. Sie will es selbst tun. Das Material finanzieren Samtgemeinde und Gemeinde zusammen. Auch die örtliche Arbeitsgemeinschaft der Vereine wird einen Beitrag leisten: "Das zeigt, dass alle hinter dem Projekt stehen", freute sich Bürgermeister Frank Witte. "Die Wehr hat sich wirklich viel Mühe gegeben", kommentierte der stellvertretende Gemeindedirektor Jörg Döpke den damaligen Fahrzeugkauf wie auch die jetzt favorisierte Unterbringung. Messenkamp selbst könne schon aus finanziellen Gründen den Unterstand nicht realisieren: "Wir sind auf die Unterstützung der Wehr angewiesen." Diese ließ vor dem Rat den Fahrzeugbedarf noch einmal erläutern: "Der MTW erfüllt eine Doppelfunktion", bestätigte Ortsbrandmeister Tim Brix, "als Transportmittel für die Jugendwehr und auch für die Einsatzkräfte". Nun sei jedoch noch eine wettergerechte Unterbringung erforderlich. Das sahen auch die meisten Ratsmitglieder so. Hans-Jürgen Müller (SPD) übte jedoch als "Ratsherr und Nachbar" Kritik: Er erwarte, dass das Carport nicht als Unterstand und Lärmverursacher fungiere. "Um 22 Uhr sollte schon Feierabend sein", bat er sich aus. Udo Meyer (CDU) fand "es zwar toll", dass die Wehr intensive Jugendarbeit leiste und nun auch biem Carportbau Hand anlegen wolle. Doch beim Autokauf vor drei Jahren habe es geheißen, es würden keine Kosten entstehen. Nun sei doch noch eine andere Situation eingetreten. Er befürworte aber den Zuschuss: "Für 3000 Euro bekommt die Gemeinde ein schönes Bauwerk", lobte er den vorgelegten Entwurf.
"Mein Wohlwollen findet das Carport nicht", meldete sich Gerd Lohmann (SPD) zu Wort. Das kleine Grundstück werde dadurch weiter versiegelt. Zudem habe das Gebäude bereits durch den vor Jahren erstellen Anbau gelitten. Er trat für eine Unterbringung des Fahrzeugs an anderer Stelle in einer Fertiggarage ein: "Das Carport ist ein optischer Nachteil für die Ortsmitte." Das versuchte sein Fraktionskollege Karl Minne Braaksma zu widerlegen: "Die vorgesehene Überdachung fügt sich gut in das Ensemble ein." Lohmann ließ jedoch nicht locker: "Das MTW woanders in einer privaten Garage – das kostet viel weniger Geld."
Bei der anschließenden Abstimmung blieb jedoch der ehemalige Bürgermeister mit seiner Haltung allein: Sieben Ja-Stimmen bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme bewilligten maximal 3000 Euro. Die Samtgemeinde will höchstens die Hälfte der auf 6500 Euro veranschlagten Materialkosten finanzieren. 500 Euro steuert die Gemeinschaftskasse der örtlichen Vereine bei. Die Gemeinde kümmert sich zudem um die fällige Baugenehmigung des rund 35 Quadratmeter großen Anbaus.