1. 100-Tonnen-Koloss am Weserufer

    1.000 Menschen begrüßen Flößer / Landgang für die Mannschaft / Kasten Bier und Wesertaler als Zoll

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    RINTELN (ste). Das Wetter spielte nicht gerade mit, als am Freitag das fast 40 Meter lange, rund 100 Tonnen schwere Holzfloß am Weseranger auf seiner Fahrt von Reinhardshagen bis nach Bremen Station machte; und dennoch kamen etwa 1.000 Menschen, um sich das Schauspiel nicht entgehen zu lassen. Punktgenau machte das Flößerteam, unterstützt von einem THW-Boot, am Anleger fest. Mit an Bord "Nachtwächter" Alfred Schneider und ein Team der Stadtführerinnen, die in ihren historischen Kostümen den Weg von Fuhlen bis nach Rinteln auf dem Floß genossen. Rintelns Chef-Organisator Jürgen Pleitner hatte zum Empfang ein kleines "Flößerfest" aufgebaut, mit Skiffle-Musik, Bierwagen und Giese-Imbiss. Er zeigte sich froh darüber, dass die urtypische Befahrung der Weser mit einem Floß auf so großes Interesse bei den Bürgerinnen und Bürgern stieß und hoffte darauf, dass es im kommenden Jahr eine Neuauflage geben könnte. Für Malte Rost hatte das Anlegemanöver noch eine ganz besondere Bedeutung. Er kletterte zusammen mit seinen Eltern auf das Riesenfloß und ließ ein kleines, selbstgebasteltes Floß zu Wasser; natürlich versehen mit seinem Namen: "Wenn es jemand findet, schreibt er mir bestimmt eine Karte", freute sich Malte und stubste das Floß ins Wasser.

    Einen "Wegezoll" gab es für Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz. Mit einer Kiste Bier und einem Wesertaler erkauften sich die Flößer das Durchfahrtsrecht und namen Brot, Salz und eine Flasche Meyers Bitter mit auf ihren weiteren Weg in Richtung Minden. Am 26. Juli soll die Reise in Bremen enden. Foto: ste

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