AUETAL/OBERNKIRCHEN (tt) "Was wünsche ich mir, wenn abzusehen ist, dass ich sterbe". Mit dieser Frage konfrontierte die Hospizgruppe Obernkirchen/Auetal die Besucher des ökumenischen Gemeindefestes rund um St. Josef in Obernkirchen. Im Vorfeld waren sich Angela Stiepermann und Dorit Werner, die ehrenamtlichen Hospizhelfer nicht sicher, ob die Besucher sich auf eine so ernsthafte Überlegung einlassen würden. Überraschenderweise beteiligten sich dann doch 95 Menschen nicht nur an der Umfrage, sondern es ergaben sich auch gute Gespräche. Die Aufgaben eines Hospizhelfers waren ebenso Inhalt wie Trauerarbeit und Patientenverfügung. Das Ergebnis der Umfrage ist eindeutig. Für zwei Drittel der Besucher ist es am wichtigsten, in der Sterbephase keine Schmerzen zu haben und nicht allein zu sein. Ungefähr die Hälfte möchte bis zuletzt in der gewohnten Umgebung bleiben und zirka 10 Prozent der Befragten konnten sich vorstellen, in einem stationären Hospiz zu sterben. Ebenso viele wünschen sich eine spirituelle Begleitung. Fröhliches Feiern und ernsthaftes Nachdenken über den Tod schließen einander nicht aus – das durften Mitarbeiter und Gäste der Hospizgruppe erleben.
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Ökumenisches Gemeindefest
Was wünsche ich mir, wenn abzusehen ist, dass ich sterbe?
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