RINTELN (ste). Nachdem die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit Schreiben vom 17. Juni die Zusammenarbeit mit der SPD-Fraktion mit sofortiger Wirkung aufkündigte (SW berichtete), änderten sich auch die Stärkeverhältnisse im Rat der Stadt Rinteln, unter anderem maßgeblich im Verwaltungsausschuss.
Dort verlor die SPD einen Sitz und das Grundmandat der WGS (ohne Stimmrecht) änderte sich in ein Mandat mit Stimmrecht. Die Grünen erhalten dort lediglich ein Grundmandat. Nötig wurde nach dem Ende der Gruppe auch die Wahl eines oder einer neuen ehrenamtlichen stellvertretenden Bürgermeisters/in. Bislang hatte Nina Weißer diese Aufgabe wahrgenommen, zusammen mit Karl Lange von der SPD. Der stand zur Wiederwahl bereit und von der CDU kandidierte Ulrich Goebel. Persönlich, so Ursula Helmhold von den Grünen, habe man gegen keinen der beiden Kandidaten etwas, doch würden durch die beiden "Herren" zwei große Bereiche der Gesellschaft nicht repräsentiert. "Junge Menschen und Frauen finden sich in dieser Besetzung nicht wieder!" Und so enthielten sich die Grünen und auch die WGS, die sich dieser Meinung anschloss. Sonst war man einmütig der Meinung, dass Lange und Goebel die ehrenamtliche Stellvertretung von Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz übernehmen sollten.
Nina Weißer wird aus ihrem Amt verabschiedet.
In den Verwaltungsausschuss wurden Karl Lange, Gerlinde Göldner-Dorka, Klaus Wißmann, Astrid Teigeler-Tegtmeier, Dr. Dietmar Nolting, Günter Maack, Ulrich Goebel, Heinrich Sasse und Nina Weißer (Grundmandat) gewählt. Auch die Vertreter für die Fachausschüsse Wirtschaft-Stadtmarketing-Finanzen, Frauen-Soziales-Jugend-Ausländer, Werksausschuss Abwasser, Feuerschutzausschuss, Schule-Sport-Kultur sowie Bau- und Stadtentwicklungsausschuss wurden neu gewählt. Foto: ste