1. "Flößerfest" an der Weser mit tollen Mitmachangeboten

    Riesenfloß legt an / 40 Meter lang, sechs Meter breit und 100 Tonnen schwer

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    RINTELN (ste). So ein Floß hat Rinteln seit 1964 nicht mehr gesehen. Da wurde nämlich zum letzten Mal gewerblich Stammholz verflößt. Die Weser hatte als Floßgewässer bis dahin eine große Bedeutung. Ganze Wälder gingen früher auf die Reise durch den Fluss und das "Büro am Fluss - Lebendige Weser" will mit einem gigantischen Floß von immerhin 40 Metern Länge, sechs Metern Breite und einem Gesamtgewicht von 100 Tonnen an die Flößertradition auf der Weser erinnern. Mit dem Eintreffen des Floßes in Rinteln ist am 18. Juli in den Nachmittagsstunden zu rechnen. Für 18 Uhr ist dann ein großes Flößerfest geplant, unterstützt von der Firma riha-Wesergold. Für Kinder wird es einen Floßbau-Wettbewerb geben, das Extaler-Gewässermobil zeigt den Kindern, wie man im Schlamm und Sand neue Flussläufe entstehen lassen kann und natürlich ist auch ausgiebig für Essen und Trinken gesorgt. Zu gewinnen gibt es Freikarten für das Rasti-Land, T-Shirts "Lebendige Weser" und vier Kanu-Schulungswochenenden für je vier Personen.

    Fraglich ist allerdings noch, wo der Koloss aus Holz in Rinteln anlegen kann. Geplant ist zurzeit, den Kanu-Anleger am Weseranger kurzfristig zu entfernen und dort eine Anlegestelle zu schaffen.

    Die Floßfahrt startet am Samstag, 12. Juli, von Reinhardshagen und soll am 26. Juli in Bremen enden. Wichtig dabei sei, so Christian Schneider, Geschäftsführer vom "Büro am Fluss", dass ganz nach dem Motto der Seeleute "immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel" ist. Soll schlichtweg heißen, dass die Mannschaft mit ihren zwölf Flößern auf ordentlich Wasser in der Weser hofft. Derzeit ist der Pegelstand noch auf Tiefststand.

    Ziel der Aktion soll es sein, Werbung für den Weserraum und insbesondere die Weser zu machen. Drei Ruder gilt es auf dem Floß zu bedienen; und zwar perfekt, denn mit seinem Gewicht von 100 Tonnen macht das Floß nicht Halt vor Hindernissen jedweder Art. Unterwegs nimmt die Crew Gäste auf das Floß auf, doch bewerben kann man sich für solche Plätze nicht. Sowohl die Gäste als auch die "Oblasten", das heißt typische Produkte aus den jeweiligen Regionen, werden vom Flößerteam selbst ausgesucht.

    Begleitet wird das Floß vom Technischen Hilfswerk oder von der DLRG mit einem Begleitboot und unterstützt wird die Aktion auch von der Forstwirtschaft.

    Gebaut wird das Floß vom 9. bis 11. Juli und dann folgt erst einmal die Abnahme durch einen Schiffssachverständigen; vorher geht es nicht auf Tour.

    Bereits 2006 hatte das "Büro am Fluss - Lebendige Weser" mit einer Laufaktion über 450 Kilometer entlang der Weser auf sich und seine Ziele aufmerksam gemacht. Foto: ste

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