RINTELN (ste). Angesichts der Diskussionen in den letzten Wochen über die Radwegverlegung am Weserangerbad, das Neubaugebiet Kirschenallee, das neue Einkaufszentrum in der Nordstadt und das Kloster-Karree wiederholt der CDU Stadtverband Rinteln seine langjährigen Forderungen, dass endlich ein Zukunftskonzept für die Stadt Rinteln aufgestellt werden müsse.
Nach Ansicht von Veit Rauch und Sebastian Westphal vom CDU Vorstand wird zur Zeit nur Flickschusterei betrieben. "Wir vermissen eine roten Faden, der uns sagt, wie sich die Stadtverwaltung und der Bürgermeister Rinteln in zehn oder zwanzig Jahren vorstellen", erläutert CDU Pressesprecher Sebastian Westphal. Nach Ansicht der CDU mangelt es da in allen Bereichen, von Tourismus bis Baugebiete und Gewerbe. Wenn auch im Stadtgebiet Leerstände zu verzeichnen sind, so ist es Ansicht der CDU, dass es dringend erforderlich ist, Baugebiete auszuweisen, um Neubürgern eine Alternative bieten zu können. "Es muss die Option bestehen zu wählen, ob man in Rinteln neu bauen will, oder ob man ein bereits vorhandenes Gebäude erwerben will", so Rauch und Westphal. Allerdings müsse man, unabhängig von der Kirschenallee, dafür schon jetzt klären, wo langfristig Baugebiete ausgeschrieben werden sollen. Nach Ansicht des CDU Stadtverbands plant die Stadtverwaltung aktuell nur von Fall zu Fall, wenn es interessierte Investoren gibt.
CDU Chef Rauch ist sich sicher: "Wenn wir uns in Rinteln nicht bewegen, haben wir zukünftig das Nachsehen. Andere Städte schlafen auch nicht, sondern entwickeln sich weiter." Noch schärfer formuliert es Sebastian Westphal: "Man kann die Bevölkerungsabwanderung in Rinteln verfolgen, stillhalten und sie mit Tränen in den Augen zur Kenntnis nehmen - wie es die Grünen im Stadtrat tun, oder man versucht gegen zu steuern und treibt die Entwicklung der Stadt voran." "Dabei sind neue Projekte wie Einkaufszentren und das Kloster-Karree wesentlicher Bestandteil dieser Entwicklung und auch der Einzelhandel in der Fußgängerzone muss in dieses Konzept integriert werden", ergänzt Rauch. Für eine zukunftsgerichtete Politik spricht sich der CDU Stadtverband aus. Um neue Mitbürger nach Rinteln zu holen, müsss die Stadt am Ball bleiben. Dazu gehöre aber, dass man endlich ein Gesamtkonzept für die Stadt erstellt, so Westphal abschließend.