OBERNKIRCHEN. Etwas verwundert schauen sie schon die Hasen und Häsinnen, wenn sie plötzlich in ihrer Morgenruhe gestört werden, wo doch sonst morgens um sechs Uhr die Fairways ihnen allein gehören. Auch das ein oder andere Eichhörnchen hat sich sicher verwundert die Augen gerieben. Doch einmal im Jahr ist das alles normal. Die Schaumburger Golfer treffen sich zum Sonnenwende-Turnier. Dabei gibt es den Leymann-Pokal zu gewinnen. Die erste Runde erfolgt mit Kanonenstart, bei dem auf verschiedenen Bahnen die Spielgruppen gleichzeitig starten. Nach einer leiblichen Stärkung geht es dann nacheinander von der Bahn 1 auf die zweite Runde. 36 Löcher sind an diesem Tag also insgesamt zu absolvieren, da treten schon einmal kleinere Blessuren auf und bei manchem wirkt der Gang hernach auch nicht mehr so ganz rund. Das dabei auch durchaus noch andere Tiere plötzlich den Golfplatz beleben, kommt nicht ganz so oft vor. In diesem Jahr schon – ein Adler wurde gesichtet – nun gut nicht ganz so, wie der Biologe ihn kennt, sondern als Eagle an der Bahn 8. Das heißt, hier wurde eine Bahn mit zwei Schlägen weniger absolviert, als es gewöhnlich ein Spieler mit einem Handicap von 0 tun sollte. Auf einer Par-4-Bahn wären das also zwei Schläge auf einer Par-5-Bahn drei Schläge. Das Kunststück, den Ball mit zwei Schlägen dort einzulochen, gelang Jörg Paul. Das brachte ihm dann auch den zweiten Platz im Netto der Klasse A ein, hinter Christopher Muth und vor Marvin Oldfield. Überhaupt war die Familie Muth bei diesem Turnier höchst erfolgreich, denn Christopher Muth konnte auch noch das Brutto für sich entscheiden und seine Mutter Andrea Muth siegte im Netto der Klasse B. Ihr Gesamtergebnis von 75 Punkten über zwei Runden brachte nicht nur eine Handicapverbesserung, sondern auch den Gewinn des Leymann-Pokals mit sich. Und im nächsten Jahr gehen wir wieder in aller Herrgottsfrühe Hasen und Eichhörnchen in Erstaunen versetzen und hoffen auf Adler und andere Vögel (Birdies = ein Schlag unter Par).
Spielleiterin Gesa Duitsmann gratuliert Andrea Muth zum Gewinn des Leymann-Pokals.
Die Ergebnisse im Einzelnen: In der Netto-Wertung der Klasse A siegte Christopher Muth mit 73 Stableford-Punkten (31 in Runde 1 und 42 in Runde 2) vor Jörg Paul mit 70 Punkten (36 + 34) und Marvin Oldfield mit 69 Punkten (38 + 31). Das Netto der Klasse B sicherte sich Andrea Muth mit 75 Punkten (38 + 37).
Auf Platz zwei folgte Hannelore Peinemann (73 Punkte, 37 + 36) vor Peter Biernacka (64 Punkte, 33 + 31). Das Brutto der Herren konnte wiederum Christopher Muth für sich entscheiden, er erspielte sich 60 Brutto-Punkte (25 + 35). Bei den Damen lag Dr. Inge Hübeler-Knoche mit 38 Punkten (16 + 22) vorn. Foto: privat