1. Führungswechsel in der CDU

    Marlies Matthias löst Cornelia Jäger ab / Planungen müssen Bestand haben

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    BAD NENNDORF (pd). Cornelia Jäger ist bei den anstehenden Wahlen für den Vorsitz des CDU-Ortsverbandes Bad Nenndorf aus beruflichen Gründen nicht mehr angetreten. Mit Marlies Matthias fand eine Frau die Mehrheit, die sich bereits als Schatzmeisterin und als Spezialistin für den Internet-Auftritt des Ortsverbandes bewährt hat. Bei der Versammlung im Parkhotel "Deutsches Haus" sprach die scheidende Vorsitzende zur Hauptsache Bad Nenndorfer Themen an. Aber auch die Kreispolitik wurde von ihr kommentiert. Neben den Vorstandswahlen ging es bei der Zusammenkunft auch um die Ehrung langjähriger CDU-Mitglieder.

    Joachim Runkel (li.) und Cornelia Jäger (re.) mit den Jubilaren Hedwig Jaenecke, Hanspeter Sommerhäuser und Ludwig Kast (v.l.).

    Die neue Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Bad Nenndorf: Marlies Matthias.

    Mit 18 stimmberechtigten Mitgliedern hatte sich laut Cornelia Jäger der "harte Kern" zusammengefunden, um die Versammlung zu verfolgen. Im Laufe ihres Berichtes ging Jäger unter anderem auf die Sanierung der Rodenberger Allee ein. Sie hätte sich gerne noch ein Umdenken gewünscht, auch wenn dabei die Platanen hätten fallen müssen. Nach ihrer Einschätzung hätte keiner der Anlieger die tatsächlichen Folgen der nun eingeleiteten Sanierung tatsächlich mit allen Ausmaßen im Blick. Jetzt müsse man mit den Entscheidungen eben leben.

    In der Zukunft würden große Veränderungen anstehen, klärte Jäger die Anwesenden auf. Sie sprach in diesem Zusammenhang unter anderem den Rückbau der Kurhausstraße sowie die Schaffung weiterer Parkplätze im Stadtkern an. Das Thema "Kurparkhaus" müsse noch weiter diskutiert werden. Parkplätze in Zentrumsnähe mit einer guten Verbindung zur Wandelhalle seien zwingend notwendig. Auch auf den eventuellen Kauf des Kurhauses und die anstehende Zentrums-Sanierung ging die Vorsitzende ein, die seit 2003 den CDU-Ortsverband leitet.

    Bei allen Planungen der Zukunft müsse darauf geachtet werden, dass diese Bestand haben. "Wir sind an langfristigen Lösungen interessiert", unterstrich Jäger. Sie forderte die Bürger von Bad Nenndorf dazu auf, sich bei den öffentlichen Veranstaltungen zu Themen wie der Stadtsanierung mit einzubringen.

    In Bezug auf die Pläne für den B 65-Ausbau sieht Jäger die Stadt in einer guten Position. Die CDU habe mit dazu beigetragen, dass der Vorschlag von einer Verschwenkung der Trasse mit in die Planungen eingeflossen sei. Bei der Kreispolitik sei auch die Diskussion um die Errichtung neuer Gesamtschulen von einiger Brisanz geprägt. "Wir müssen den Elternwillen akzeptieren, ohne das gegliederte Schulsystem zu opfern", so ihre Forderung. In Bezug auf die horrenden Energiepreiserhöhungen sei sie froh über eine Abkehr von der Diätenerhöhung für die Bundestagsabgeordneten gewesen, räumte Jäger auch noch ein.

    In seiner Gastrede nahm Dr. Joachim Runkel das Thema "Gesamtschulen" auf. Nach seiner Auffassung würde man in Schaumburg eine besondere Schulsituation vorfinden. "Die Zeit ist reif für weitere Gesamtschulen", so seine klare Aussage. Das Schulgesetz müsse dahingehend geändert werden, dass neue Gesamtschulen möglich sind. Auch von ihm kam dazu aber die klare Forderung, darüber das dreigliederige Schulsystem nicht zu vernachlässigen. Eine Umsetzung der Pläne für neue Gesamtschulen im Landkreis könne nicht vor 2009 erwartet werden. Andere Äußerungen seien unrealistisch, so Runkel. Seine Rolle in der Landespolitik sieht Runkel vor allem in der Suche nach Möglichkeiten zur Senkung der Energiepreise. "Da ist einiges im Argen", gab er zu und versprach, sich bei der Suche nach Lösungen aus der Preisschraube mit ganzer Kraft einsetzen zu wollen.

    Weil ihr Beruf sie zeitlich sehr fordere, gab Cornelia Jäger den Führungsstab wieder ab. Ohne Gegenstimme wurde Marlies Matthias zu ihrer Nachfolgerin gewählt. Cornelia Jäger und Ursula Teßmer sind ihre Stellvertreterinnen. Karin Windheim heißt die neue Schatzmeisterin. Für 40 Jahre Mitgliedschaft in der CDU wurde Hanspeter Sommerhäuser geehrt. Dorothea Wibbelhoff und Ludwig Kast sind 35 Jahre dabei, Erika Becker, Enno Gosling und Hedwig Jaenecke 30 Jahre. Foto:pd

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