RINTELN (ste). Zu einem Kennenlern- und Arbeitsbesuch trafen sich jetzt MdB Sebastian Edathy (SPD), MdL Otto Deppmeyer (CDU) und Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz im Rintelner Rathaus, um Rintelner Themen zu diskutieren und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Edathy war insbesondere daran gelegen, Otto Deppmeyer als den auch für Rinteln zuständigen Landtagsabgeordneten kennen zu lernen und Sichtweisen der Stadt, des Landes und des Bundes abzugleichen.
Ein Kernthema der Gespräche war die Frage der Ortsumgehung in Steinbergen im Zuge der Bundesstraße 238, die im Bundesverkehrswegeplan derzeit noch nicht höchste Priorität genießt: "Der Plan kommt in den nächsten beiden Jahren aber auf den Prüfstand", versprach Edathy, der die Situation in Steinbergen für nicht befriedigend hält: "Aber die hohen Kosten durch den vorgeschlagenen Tunnelbau stellen das Projekt derzeit noch nach hinten!" Die Stadt Rinteln werde hier planerisch nachbessern, versprach Bürgermeister Buchholz, der demnächst aktualisierte Überlegungen an den Bund melden will. Für ihn ist die Umgehung in Steinbergen aus zwei Gründen besonders wichtig: "Wir brauchen eine Entlastung der Bürgerinnen und Bürger in Steinbergen und einen möglichst schnellen Zubringer von unseren Industriegebieten auf die Autobahn!"
Die Umgehung in Möllenbeck sei ein weiteres offenes Verkehrsthema. Auch hier will Edathy ein Gespräch mit Verkehrsminister Tiefensee führen.
Um Verkehrswegeführung und die Finanzierung ging es auch beim geplanten Radwegebau durch Todenmann: "Wenn wir Weserbergland in Bewegung propagieren müssen wir auch den Bürgern die Möglichkeit zur Bewegung geben", so Bürgermeister Buchholz, der die planerischen Voraussetzungen für den Radweg bereits weitgehend erfüllt sieht. Die entsprechenden Anwohner hätten bereits Absichtserklärungen zum Verkauf von Grundstücksstreifen signalisiert und Rinteln könnte hier erneut eine Art Modellradweg realisieren, getreu dem Motto: "Die Stadt plant, das Land zahlt!" Ohnehin sei das Land in der Pflicht, die Kosten für den Radwegebau zu tragen, doch die zur Verfügung stehenden Mittel und die Zahl der Anfragen zum Radwegebau stehen in keinem Verhältnis zueinander. Für Otto Deppmeyer ist es zwingend notwendig, neben dem Weser-Radweg weitere attraktive Angebote links und rechts des Weges zu bieten: "Die Schillat Höhle, das Steinzeichen und das Besucherbergwerk in Kleinenbremen gilt es zu erschließen, damit die Touristen nicht nur durchfahren, sondern auch bei uns verweilen!"Foto: ste