1. Frische Butter, Informationen und gute Laune

    Mehrere tausend Besucher informieren sich über Landwirtschaft beim "Tag des offenen Hofes" in Hohnhorst bei Bruns Nr. 2 / Wetter hält bis zum Schluss

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    HOHNHORST (ih). Müde, durchgeschwitzt aber hochzufrieden. Die Gastgeber des "Tages des offenen Hofes" hatten am vergangenen Sonntag alles im Griff. Auf dem Hof Bruns Nr. 2 tummelten sich mehrere Tausend Besucher.

    Mit dem Fahrrad, dem Auto oder zu Fuß, dank des sommerlichen Wetters hatten nicht nur Schaumburger Lust bekommen, das Landleben von heute zu entdecken.

    Ferkel und Hähne beobachteten im alten Schweinestall recht unaufgeregt das Geschehen. Ihnen gegenüber begutachteten zumeist Vater und Sohn Mini-Modelle von Traktoren, Mähdreschern und Co. Die Mädchen zog es in das Künstlerviertel im Stall. An langen Tischen schwangen sie die Pinsel und filzten unter Anleitung.

    Wie im alten Stall gab es auf dem Hof Bruns Nr. 2 wohl keinen Winkel mehr, der nicht von den Besuchern entdeckt wurde. Stefan Tegtmeier aus Rehren stellte anhand verschiedener Futtermittel seine Arbeit in der Schweinmast vor. Torsten Dehne, zweiter Landwirt im Bunde der drei Organisatoren, informierte über die Erzeugung von Biogas. Die Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude erlebten die Besucher hautnah. Denn Gudrun Bruns wollte den Hof ihrer Familie in seiner Substanz belassen und baute die alte Durchfahrtscheune zu einem Hofcafe mit Galerie um. Es ist ihr gelungen, denn am vergangenen Sonntag hatte das Hofcafe Team alle Hände voll zu tun. Neben literweise Kaffee war Erdbeerkuchen vom Blech der Renner.

    Auf dem Hof gab es zu Deftigem aus der Pfanne und Frischem aus dem Gemüseladen Butter, Informationen und gute Laune.

    Richtig was auf die Ohren bekamen die Besucher von der Big Band des Gymnasiums Bad Nenndorf. Mit der "Muppet Show" eröffnete sie ihr Bühnenprogramm und spielten sich durch Jazz, Swing und Soul.

    Den Verbraucher zu informieren und die eigene Arbeit transparent darzustellen, diese Aspekte sind der Hintergrund des "Tages des offenen Hofes". Das Landvolk steht den ausrichtenden Landwirten vor Ort nicht nur mit Rat sondern vor allem mit Tat zur Seite. Ob Kinderbetreuer, Tischeabräumer oder Quizanimateur - nur mit vielen Helfern kann so ein Tag gelingen. Die detaillierte Planung hatte sich ausgezahlt. Schade nur, dass der Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen krankheitsbedingt verhindert war. Er hätte sehen sollen, wie sehr sich die Landwirte vor Ort für ihre Produktion und Produkte einsetzen. Doch sein Staatssekretär hatte den weiten Weg aus der Landeshauptstadt geschafft und wird ihm berichten: Von drei Hohnhorstern, die es schafften, das Landleben zu zeigen. Foto: ih

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