1. Es sang die Nachtigall…

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    BAD NENNDORF. Nicht nur die Nachtigall, auch das Heideröslein erhob die Stimme, und bescheiden zaghaft meldet sich zudem das Veilchen, zart und innig. Juliane Hermann ging bei einem Konzert im Pavillon der Curanum-Residenz Bad Nenndorf auf in ihrer Stimme, erblühte förmlich in ihr und vermochte so den Duft zu verbreiten, der den Liedern von Mozart, Alabjew und Felix Mendelssohn Bartholdy entströmt. Die Zuhörer waren geradezu verzaubert von der Darbietung der Interpretin, die so beherzt verwegen wie behutsam verhalten die Noten auf ihren Weg brachte. Ein Hochgenuss für Ohren und Augen. Begeistert wurde die Sängerin begleitet von Dr. Wolfgang Goldhan am Flügel. Nuancenhaft bedachte er die Tasten, fulminant wenn die Sängerin schwieg, demütig dezent, wenn sich ihre Stimme regte. Wolf Christian Puchner gesellte sich als Tenorbariton zu Juliane Hermann, wenn ein Duett angestimmt wurde, oder er stand als Klarinettist neben dem Flügel, wenn Franz Schuberts "Hirt auf dem Felsen" angestimmt wurde. Eine äußerst sinnreiche Ergänzung. Schließlich ein weiterer glücklicher Coup: Dr. Heinz Noftz trug Gedichte vor: Heine in Fülle, gefolgt von Fontane, Rilke rührte zu Herzen "Wie soll ich meine Seele halten, dass sie nicht an deine rührt…". Wirkung kann nicht ausbleiben, wenn jemand sich hinstellt mit nichts in der Hand, mit nichts vor den Augen, einfach nur so. Es spricht das Werk. Das Fazit am Schluss: "Herrlich, rundherum herrlich dieser Nachmittag, locker moderiert von Svenja Svend. Foto: privat

    Juliane Hermann.

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