RINTELN (ste). Ratsvorsitzender Dr. Dietmar Nolting hatte sich einleitend der letzten Ratssitzung dafür ausgesprochen, dass die Ratsmitglieder ihre Entscheidungen wohl überlegt, manchmal aber auch mutig durchsetzen sollten und nicht jede Bürgerinitiative auch gleich als die Meinung der Allgemeinheit werten sollte. In einem Pressebericht wehrte sich die WGS wehrt nun dagegen, dass die Bürgerinnen und Bürger, die sich gegen das geplante neue Baugebiet an der Kirschenallee wenden, von Rintelner Ratspolitikern in eine allein eigennützige Ecke gedrängt werden. "Sich gegen unsinnige Großprojekte engagierende Bürgerinnen und Bürger nehmen geradezu vorbildlich auch Gemeinwohlinteressen war", so WGS-Fraktionsvorsitzender Gert Armin Neuhäuser, der daran erinnert, dass bei zurückgehender Bevölkerung die Ausweisung neuer Baugebiete auch massive Folgekosten verursacht, die dann die Rintelner Bevölkerung zu tragen habe: "Schon jetzt sind der überwiegende Teil etwa der Abwassergebühren Fixkosten, die bei mehr Leitungen und weniger Bevölkerung in den nächsten Jahren dann dramatisch steigen werden", befürchtet Neuhäuser. Zudem führe ein durch Neubaugebiete und sinkende Bevölkerung verursachtes Immobilienüberangebot zwangsläufig nach dem marktwirtschaftlichen Prinzip von Angebot und Nachfrage zu einem dramatischen Preisverfall auf dem Immobilienmarkt: "Auch darauf weist die Bürgerinitiative Kirschenallee zutreffend hin - und dies Problem trifft alle Eigentümer!"
"Über jeden Bürger und jede Bürgerin, die sich für das Gemeinwohl engagieren und nicht - wie es wohl einige Ratspolitiker für erstrebenswert halten - nach der Wahl mit abgegebener Stimme demutsvoll die ach so weisen Entscheidungen der Ratsmehrheit wie Steinangerbebauung, den Radweg durch das Freibad oder jetzt die Kirschenallee - entgegennehmen sollten wir aus demokratischen Gründen froh sein anstatt sie auszugrenzen", so Neuhäuser abschließend.