1. Neue Kosten für Gemeindekasse

    Gutachter prüft Straßenbrücke / Faltwand-Entscheidung vertagt

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    POHLE (al). Das Pohler Dorfgemeinschaftshaus soll nicht länger mehr als 8000 Euro Energiekosten im Jahr verursachen. Nach der Dachsanierung in Höhe von 46.000 Euro will der Rat weitere rund 15.000 Euro für Wärmedämmmaßnahmen ausgeben. Nach ersten Arbeiten im Dachbereich folgen jetzt Fenster und Außenwand der Gaube. Auch ein besserer Wärmeschutz für die obere Geschossdecke ist vorgesehen. Zuvor soll dort aber ein Elektro-Experte den Zustand der Leitungen untersuchen.

    Während die genannten Aufwendungen im laufenden Etat bereits abgedeckt sind, werden weitere als notwendig angesehene Schritte erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Experte Cord-Heiner Becker riet den Kommunalpolitikern zur Dämmung aller Fassaden des Gebäudes: "Das wird aber noch ein tüchtiger Schluck aus der Pulle." Der Rat will das im Auge behalten: "Aber erst einmal haben wir genug gemacht", erklärte Bürgermeisterin Gerlinde Mensching. Aktuelle Sorgen tun sich in direkter Nachbarschaft auf: Die Brücke an der Einmündung von Schulstraße und Lindenstraße in die Hauptstraße ist offenbar so marode, dass nach Ansicht der Verwaltung über eine Sperrung nachgedacht werden müsse. "Wir haben die Verkehrssicherungspflicht", hielt Gemeindedirektor Uwe Heilmann ein sofortiges Handeln für erforderlich. Ein Fachbüro könne für 1300 Euro ein Gutachten zur Standsicherheit ermitteln, das Erkenntnisse über Art und Umfang der noch möglichen Belastbarkeit Auskunft gebe. Würde das nicht eingeholt, "dann lasse ich die Brücke morgen gleich sperren", drohte Heilmann an: "Aber so gehen wir ja nicht miteinander um."

    Andreas Runge (CDU) sorgte sich bereits um die Landwirte: "Können wir uns eine Sperrung überhaupt erlauben?" Einstimmig beschloss der Rat die Einholung des Gutachtens und beauftragte die Verwaltung, die Erneuerung der Brücke zu planen. Nach den bisherigen Feststellungen im Rathaus komme ein Rahmendurchlass in Frage. Die Kosten betragen einschließlich der fälligen Straßenbauarbeiten 95.000 Euro. Eine Sanierung wird aufgrund der festgestellten Mängel als nicht mehr wirtschaftlich angesehen. Noch einmal vertagt haben die Kommunalpolitiker eine Entscheidung über die zu ersetzende Faltwand im Dorfgemeinschaftshaus, nachdem die SPD-Fraktion als Alternative einen Bühnenvorhang vorgeschlagen hatte. Sabine Bartels (SPD) begründete ihre Idee mit einer besseren Akustik, höherer Wärmedämmung und um mindestens 2000 Euro geringeren Kosten. Jörg Hupe (CDU) verwies indes auf das Votum der Vereine: "Viele Nutzer sind für eine feste Wand." Das bestätigte auch Bürgermeisterin Gerlinde Mensching.

    Ralf Wilkening (SPD) empfahl, nicht nur auf die Vereine zu hören, sondern einen Fachmann zu befragen. Eberhard Hasler (CDU) sah in einer Faltwand nur den Vorteil des Abschließens: "Wenn wir sparen können, sollten wir uns das bei unserer Haushaltslage auch gut überlegen."

    Einstimmig beschlossen wurden Aufwendungen in Höhe von über 8000 Euro für die Straßenbeleuchtung. Der Betrag ist bislang nicht im Haushalt vorgesehen. Die Meinser Straße erhält eine neue Leuchte. Eine weitere Laterne kommt zur Bushaltestelle an der Hauptstraße. Außerdem werden drei marode Holzmasten im Ort ausgetauscht. Zum Glück", freute sich Hasler, der auch Ortsbrandmeister ist, "dann sind auch die Reparaturarbeiten der Feuerwehr nicht mehr gefährlich".

    Die Brandbekämpfer haben im Ort den Glühbirnenaustausch übernommen.

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