1. Krippenplätze von 6 bis 20 Uhr in Lebenshilfe

    Rat vertagt sich in der Frage des Ausbaus der "Wichtelburg" / Eltern sollen wissen, woran sie sind

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    RINTELN (ste). Die Frage, ob das Betreuungsangebot in der Krippe "Wichtelburg" am Rathaus ausgebaut werden soll und dafür ein Geldbetrag in Höhe von rund 200.000 Euro von der Stadt investiert wird, blieb in der letzten Ratssitzung vorerst unbeantwortet.

    Der Rat vertagte sich, weil Gert Armin Neuhäuser von der WGS mit einer für viele Ratsmitglieder neuen Variante in die Öffentlichkeit ging: "Herbert Meier von der Rintelner Lebenshilfe verfügt in seiner Einrichtung über massenhaft Platz und Möglichkeiten zur Einrichtung einer Krippe und hat der Stadt bereits den Bau einer solchen angeboten", so Neuhäuser, der die Stadt in dieser Frage in der subsidiären Stellung sah: "Wir sollten immer privaten Trägern den Vorzug geben!" Überaus attraktiv für viele berufstätige Eltern dabei die Öffnungszeiten: "Die Lebenshilfe würde die Einrichtung von 6 bis 20 Uhr geöffnet halten können", sagte Neuhäuser, der wusste, dass sich das Landesjugendamt schon zu einem Ortstermin in der Lebenshilfe angesagt hat. Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz verteidigte die städtischen Pläne in der Wichtelburg. Zwei neue Gruppen sollten dort entstehen und damit wären 60 Krippenplätze gebündelt an einer zentralen Stelle in der Stadt. 125.000 Euro würde die Stadt für den Ausbau an Zuschüssen erhalten und könnte dann dort sehr differenzierte Öffnungszeiten für die Bedürfnisse der Eltern bieten.

    Die Rintelner Lebenshilfe steht in den Startlöchern zur Einrichtung einer Kinderkrippe und könnte hier Öffnungszeiten von 6 bis 20 Uhr realisieren.

    Absetzung von der Tagesordnung, forderten Neuhäuser und die WGS bis zur Klärung der Frage, ob die Lebenshilfe auch ein potentieller Krippenbetreiber werden könnte. Dagegen sprach sich jedoch Nina Weißer von den Grünen aus, die die Dringlichkeit "...trotz des nahenden Deutschland-Spiels" sah. Die Eltern sollten möglichst schnell wissen, woran sie sind. In der Einrichtung von Krippenplätzen in der Lebenshilfe sah sie höchstens eine Ergänzung, kein "statt dessen!"

    Der Tagesordnungspunkt wurde durch die Mehrheit des Rates vertagt. Herbert Meier von der Lebenshilfe sah die Situation völlig entspannt. "Wir wollen keinen städtischen Einrichtungen Konkurrenz machen und möchten mit unseren Öffnungszeiten von 6 bis 20 Uhr in Zusammenarbeit der Stadt und dem Landesjugendamt ein Angebot schaffen; wenn gewünscht!" Aufgrund der vorhandenen räumlichen Möglichkeiten sei die Umsetzung schnell möglich: "Wir könnten zum Beginn des neuen Jahres starten!"

    Foto: ste

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