1. NABU legt naturnahen Garten an

    Versammlung mit anschaulichen Themen / Weinbergschnecken gedeihen prächtig

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    AUETAL-REHREN (tt). Vor den Regularien der Jahreshauptversammlung, die bei der Ortsgruppe Auetal des Naturschutzbundes (NABU) fließend in anschauliche Themen übergehen, zeigte der Vorsitzende Rolf Wittmann, den leider nur wenigen Teilnehmern, wie ein naturnaher Garten aussehen könnte.

    Das Gelände am alten Klärwerk in Rehren eignet sich geradezu ideal, um der Natur freien Lauf zu lassen. Menschenhand sollte nur dort eingreifen, wo es unbedingt erforderlich ist. Seit vier Jahren hat der NABU Auetal das etwa 2000 Quadratmeter große Gelände und die dazugehörigen Gebäude von der Gemeinde gepachtet. Die ehemalige Garage dient als Lager für Geräte, die für die verschiedenen Aktionen und Arbeitseinsätze benötigt werden. In dem ehemaligen Aufenthaltsraum und Labor des Klärwerks haben die Naturschützer ihren Treffpunkt eingerichtet. "Fließend Wasser gibt es zwar nicht, aber wir kommen gut zurecht", so Wittmann, der sich immer wieder ärgert, dass in das Haus eingebrochen wird. "Dabei ist hier wirklich nichts zu holen". Auf dem Gelände ist in den letzten Jahren ein Feuchtbiotop und ein Totholzhaufen angelegt worden. Derzeit entsteht ein naturkundlicher Lehrpfad.

    "Dazu haben wir einen Weg angelegt, der mit Rindenmulch befestigt ist. Entlang des Weges stellen wir Schilder mit Erklärungen zu einzelnen Pflanzen und Tieren auf", so Wittmann. Zahlreiche Weinbergschnecken sind zu finden und seltene Pflanzen und Kräuter würden auch langsam wieder wachsen. "Früher war unsere Kulturlandschaft durch die Landwirtschaft geprägt. Wenn das Land nicht bearbeitet würde, hätten wir langfristig überall Wald", erklärte Wittmann. Obwohl die Landwirtschaft wichtig für den Naturschutz sei, so würden zahlreiche Landwirte der Umwelt heute schaden. "Es wird sehr viel gedüngt und auch bis an die Ränder der Äcker gesprüht. Kräuter und Pflanzen können kaum noch an den Ackerrändern wachsen", stellte Wittmann fest. In Hattendorf soll das jetzt in einem bestimmten Bereich geändert werden.

    Hinter dem Friedhof soll ein 120 Meter langer Bachlauf entrohrt werden. Auf einer Breite von neun bis zehn Metern wollen die Naturschützer dann den Boden von Hand bearbeiten. "Hier haben früher zahlreiche Kräuter gestanden und sicher sind noch Samen in der Erde", meint Wittmann. Unterstützt wird das Projekt von der Gemeinde Auetal, die dem NABU das gemeindeeigene Grundstück zur Verfügung stellt.

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