SAMTGEMEINDE NENNDORF (pd). Der Wirtschaftsausschuss der Samtgemeinde Nenndorf hat in seiner jüngsten Sitzung die Empfehlung ausgesprochen, Geld für den Bau eines neuen Pumpwerkes in Waltringhausen bereit zu stellen. Auch der Landkreis macht Druck, weil das Kanalnetz in Waltringhausen, Riehe und Kreuzriehe offensichtlich den gestiegenen Anforderungen nicht mehr gerecht wird. 170 000 Euro soll der Neubau kosten. Die neue Anlage soll verhindern, dass bei starkem Regen ungeklärtes Abwasser in die Gewässer gelangt.
Das Ingenieurbüro "i-consult" aus Barsinghausen klärte das Fachgremium über den derzeitigen Stand auf. Nach Auffassung der Fachleute ist das Kanalsystem im angesprochenen Bereich veraltet und wird den Anforderungen nicht mehr gerecht. Viele undichte Stellen und marode Rohre sorgen für einen hohen Anteil an Fremdwasser.
Auch der Landkreis mahnt seit langem, dass das System insgesamt nicht mehr ausreichend ausgelegt sei und verlangt jetzt neben den aktuell empfohlenen Maßnahmen eine Art "Gesamtplan" darüber, wie der Abwasserbereich insgesamt optimaler arbeiten kann. Der Bau eines Pumpwerkes allein reicht dem Landkreis als Lösung nicht. Ein Konzept soll nun bis zu den Haushaltsberatungen für 2009 auf dem Tisch liegen, so ein Antrag von Ratsherr Heinz-Joachim Gresel (SPD). Dass man keine Zeit mehr verlieren dürfe, stellte auch Fritz Varwig (SPD) fest. Der dringende Handlungsbedarf wurde auch von Suthfelds Bürgermeister Horst Schlüter unterstrichen. Das Pumpwerk in Waltringhausen soll nun eine erste Maßnahme darstellen, um bei starken Regenereignissen das Abwasser aus Waltringhausen an der Maschstraße durch eine Druckleitung in die Bad Nenndorfer Kläranlage zu senken.