1. Den Schilderwald entblättern

    Neubeschilderung für Hotels, Bäder, Kliniken und touristische Ziele soll kommen

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    BAD NENNDORF (pd). Um den Besuchern der Kurstadt Bad Nenndorf die Orientierung zu erleichtern, empfiehlt der Fremdenverkehrsausschuss, die bisheriger Beschilderung unbedingt zu "entblättern", sprich zu optimieren. Für 2009 sollen entsprechende Haushaltsmittel dafür bereitgestellt werden. Welche Kosten tatsächlich auf die Stadt und diejenigen Anbieter, die sich an der Neubeschilderung beteiligen, zukommen, steht im Moment noch nicht fest. Zu rechnen sei mit Kosten um die 20 000 Euro, wurde von Wirtschaftsförderer Martin Rode ausgeführt.

    Viele Wege, aber vor allem viele Schilder führen in Bad Nenndorf manchmal eher zu Verwirrung als zum Ziel.

    Es kann einem Besucher in Bad Nenndorf sehr wohl passieren, dass er vor lauter Schildern in unterschiedlichen Farben und Größen "den Wald vor lauter Bäumen" nicht mehr sieht. Um sich ein Bild davon zu machen, wie eine sinnvolle Beschilderung von markanten Punkten und wichtigen Einrichtungen aussehen kann, hat sich die Stadt auf Anregung der Klinik Niedersachsen am Beispiel Bad Pyrmont orientiert.

    Von dort erfuhr Rode unter anderem, dass große Hinweisschilder von der Stadt finanziert worden sind und kleinere Hinweistafeln von Hoteliers. Es habe nach seinen Worten bereits Gespräche mit Interessenten in Bad Nenndorf gegeben und diese seien in der Regel auch bereit gewesen, die Kosten von 104 Euro pro Schild zu übernehmen.

    Wie mit den Pensionen verfahren werden soll, steht noch nicht fest. Die Kosten der großen Tafel wurden vom Wirtschaftsförderer mit 4000 Euro angegeben. Fünf solche Hinweistafeln würden an exponierten Stellen in der Kurstadt Sinn machen, so Rode weiter. Er sieht die geeigneten Stellen dafür an der Kreuzung Drei Steine, an der Hohen Warte, der Kreuzung von B 442 und B 65 an der Bückethaler Landwehr, an der Landgrafentherme und der Kreuzung Horster Straße/Am Thermalbad.

    Als Leitfarbe für die Kliniken und Bäder können sich die Ausschussmitglieder wie in Bad Pyrmont Blau vorstellen. Die Farbe Grün soll für Hotels verwendet werden. Anders als in Bad Pyrmont sehen die Ratsvertreter für die Ausweisung von touristischen Zielen nicht braun, sondern eher ein Bordeauxrot vor. Diese Farbe würde sich auch in der Wandelhalle wieder finden und sei mittlerweile zu einem Erkennungsmerkmal für Bad Nenndorf geworden, argumentierte der Ausschussvorsitzende Fritz Varwig.

    Gar nicht über die Farbgebung, sondern vielmehr über Sinn und Zweck einer Neubeschilderung ohne Berücksichtigung eines schlüssigen Verkehrskonzeptes wollte Michael Graeber von der Wählergemeinschaft Nenndorf (WGN) mit den anderen Ausschussmitgliedern diskutieren. Auch über ein Park-Leit-System solle man sich vorher Gedanken machen. Auch für SPD- Ratsherr Ralph Tegtmeier gibt es noch Unklarheiten. Man müsse mehr Hinweisschilder an den Parkplätzen anbringen, um die Besucher von dort zu den wichtigen Anlaufpunkten in der Stadt zu leiten, lautete seine Forderung. Am Ende hat die Aussprache ergeben: Vom Prinzip her sehen die Politiker die Notwendigkeit, die Beschilderung nach einem schlüssigen Konzept zu überplanen. Doch über das genaue "Wie" besteht noch keine abschließende Meinung. Foto:pd

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