1. Mit Alicia, Henry und Marius auf großen Abenteuerwegen Aufstieg zum Klippenturmfest einmal anders / Belohnungstüte für alle Kinder

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    RINTELN (ste). Über das Klippenturmfest gibt es Jahr für Jahr eigentlich das Gleiche zu berichten: Hunderte von Menschen kommen zu Fuß oder per Bus zum Turm, lassen sich nach einem Waldgottesdienst (in diesem Jahr mit Pastor Helmut Syska) mit Köstlichkeiten vom Grill oder aus der Schmalzbrotestube bedienen, feiern ausgelassen mit Live-Musik, gehen zum freundlichen Klippenturmwirt auf einen Kaffee, ein Köstritzer vom Fass oder auf einen Apfelkuchen mit Sahne, freuen sich an einem Aufstieg auf den Aussichtsturm und machen sich dann zufrieden auf den Heimweg; je zufriedener, desto eher mit dem Bus.

    Informationen, die jeder kennt und die zur Berichtsroutine werden. Also hat sich das SW in diesem Jahr mit Alicia (11), Henry (9) und Marius (10) drei Nachwuchs-Reporter geholt und sich mit ihnen zusammen auf einen etwas anderen Aufstieg zum Turm gemacht. Hier unsere gemeinsamen Erlebnisse: Das erste, was uns auf dem Waldweg beim Waldkater auffällt, ist das Hinweisschild auf Zecken und deren Gefahren. Borrelliose und FSME (Hirnhautentzündung) drohen bei Zeckenbissen; also: Nach dem Waldspaziergang absuchen! Wir wählen den steilen Anstieg in Richtung Wegespinne und genießen den Bärlauchduft, der sich durch den Wald zieht. Die erste Pause gönnen wir uns an der Schutzhütte und treffen dort auf eine Vielzahl von Wanderern, die den Weg zu Fuß einer Busfahrt vorziehen. Doch auch der Bus, der im Pendelverkehr hoch und runter fährt, ist stets gut besetzt; übrigens auch mit Menschen, die von der körperlichen Fitness her den etwa 20-minütigen Weg auch zu Fuß schaffen würden!

    Die Kinder kennen noch eine Abkürzung, und die hat es in sich. Über Wurzeln, Stock und Stein geht es auf dem direkten Weg zum Turm. Schweiß macht sich am ganzen Körper breit. Doch dann ist die Live-Musik der Fromme-Band zu hören und der Turm kommt in Sichtweite. Kurze Pause am steilsten Stück und dann sehnt sich der Körper nach Flüssigkeit, die es sowohl auf dem Festplatz des Verschönerungsvereins von Ortsbürgermeister Ulli Goebel ausgeschenkt gibt, als auch bei Klippenturmwirt Jörg Riechert, der sich reichlich Verstärkung zur Bewirtung geholt hat.

    Forstoberrat i.R. Reinhold Siegmann und Christian Battefeld erklären den Kindern anhand ausgestopfter Tiere die verschiedenen Greifvogelarten und anderen Waldbewohner, zeigen einen echten "Zwölfender" und geben jedem Kind eine süße Belohnung für den geschafften Aufstieg. Jetzt erst einmal Pommes und Bratwurst als Ersatz für die verloren gegangene Energie und dann auf zum obligatorischen Besuch der Turmspitze, von wo aus man einen herrlichen Rundblick genießen kann.

    Die Kinder entscheiden sich, mich im Turm einzusperren und ich entscheide mich, als Wegezoll ein Eis auszugeben und kaufe mich damit frei. Noch ein paar Kletterpartien auf einigen Bäumen und dann geht es wieder abwärts in Richtung Waldkater; natürlich wieder auf verschlungenen Wegen und mit der Sichtung von Rehwild auf einer Lichtung. Zum Glück Rehwild, beim letzten Waldspaziergang war es eine Rotte Wildschweine, die aus den Brombeerbüschen heraus flüchtete. Tolle Erlebnisse an einem tollen Tag, und die gibt es übrigens nicht nur zum Klippenturmfest: Die Gaststätte am Klippenturm hat täglich (außer montags) geöffnet. Foto: ste

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an