1. Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen

    Förderverein schafft Tast-Brust aus synthetischem Gewebe an

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    RINTELN (ste). Die häufigste Krebserkrankung ist mit 23 Prozent bei Frauen Brustkrebs. Jede zehnte Frau in Deutschland erkrankt an der Krebskrankheit und jährlich zählt man 46.000 Neuerkrankungen. Wie auch bei der Gebärmutterschleimhaut unterliegt das Brustgewebe zyklischen Veränderungen, die durch die weiblichen Hormone verändert werden. Normalerweise sollten sich diese im Gleichgewicht befinden, Störungen des Gleichgewichtes können zu Spannungen, Schwellungen und Schmerzen führen.

    Anzeichen von Brustkrebs können Knotenbildung, das Einziehen der Brustwarze, Austreten von Flüssigkeit aber auch Entzündungen sein. Tastbare Knoten sind meistens gutartig und kommen bei jeder zweiten Frau mittleren Alters vor. Jede zehnte Frau zwischen 45 und 70 Jahren erkrankt in ihrem Leben an Brustkrebs. Jedoch steigt der Anteil der erkrankten Frauen unter 40 Jahren auf mittlerweile 35 Prozent an. Bei regelmäßiger Selbstuntersuchung der Brust besteht die Chance einer frühen Entdeckung. 80 Prozent aller bösartigen Erkrankungen werden selbst entdeckt. Die Mammographie der Brust wird erst routinemäßig bei Frauen ab 50 Jahren durchgeführt.

    Mit Befund wird die Untersuchung dann auch bei Frauen ab 40 Jahren angewendet. Die Leitung der Mammographieabteilung im Kreiskrankenhaus Rinteln hat die Frauenärztin Irina Schmidt. Außerden sind im Krankenhaus, das eine operationsfähige gynäkologische Abteilung hat, neben Irina Schmidt noch der Leitende Oberarzt Dr. med Bernd Skowronek und Peter Friesen für die Gynäkologie zuständig.

    Zur Erleichterung, und um ein Gefühl für Veränderungen in der Brust zu bekommen, hat der Förderverein des Kreiskrankenhauses ein Brustmodell aus synthetischem Gewebe im Wert von 200 Euro angeschafft.

    "Dieses Modell ist mit mehreren Knoten versehen, und man kann an ihm das Ertasten erlernen. Die synthetische Brust ist somit eine sinnvolle Anschaffung zur Prävention", so die Fördervereinsvorsitzende Iris van Houten-Eichler, die gemeinsam mit der stellvertretenden Pflegedienstleiterin Astrid Teigeler-Tegtmeier das Modell in Augenschein nahm.

    Jede Frau, die sich unsicher fühlt, sich über Brustkrebs informieren oder eine Anleitung zur Ertastung der Brust möchte, kann sich an das Zentrum für Schwangere, Mütter und Väter "Emma" nach telefonischer Absprache (05751/931367) wenden. Aber nicht nur für junge Frauen, sondern für jede Generation möchte das "Emma"-Zentrum Ansprechpartner sein, so Hebamme Kirsten Dornbusch, die gemeinsam mit Kinderkrankenschwester Birgitt Radke für das "Emma-Zentrum" zuständig ist.

    Eine Informationsveranstaltung zum Thema Frauengesundheit findet in Form eines Info-Abends heute am Mittwoch, 28. Mai, um 19 Uhr im "Emma-Zentrum" im Kreiskrankenhaus Rinteln statt. Als Referent wird der Chefarzt der gynäkologischen Abteilung des Krankenhauses Dr. med. Johannes Feltz-Süßenbach zum Thema "Brust: Vorsorge - Selbstuntersuchung - Erkrankung" referieren. Anmeldungen sind telefonisch im "Emma-Zentrum" erbeten.

    Foto: ste

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