RODENBERG (pd). Der Heimatbund sieht die Anlagen auf der Schlossinsel mit dem Ehrenmal und dem Heimatmuseum zunehmend Übergriffen von Zerstörern ausgesetzt. Als Abwehr dagegen hat der Verein den Antrag gestellt, ein Tor im Zugangsbereich installieren zu lassen. Ob ein solches Tor tatsächlich Schutz vor Vandalismus darstellt, dazu wollten die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Sport, Kultur und Heimatpflege, keine abschließenden Prognosen abgeben. Der Verwaltungsausschuss (VA) der Stadt soll sich mit dem Thema auseinandersetzen. Und der Heimatbund wurde beauftragt, eine konkrete Kostenkalkulation vorzulegen.
Wie Werner Stille vom Heimatbund in dem Antrag formulierte, würden vor allem nachts Chaoten ihr Unwesen auf dem Schlossplatz treiben.
Unrat würde liegen bleiben, Flaschen zu Bruch gehen. Das gewünschte Tor sollte nach seiner Auffassung gleich zwei Funktionen erfüllen: Zum einen solle das Tor nachts ungebetene Gäste fernhalten.
Das Tor würde abends abgeschlossen werden. Zum anderen könne so ein Tor bei entsprechender Ausgestaltung auch durchaus einen repräsentativen Charakter haben. "Wir wollen mit dem Tor signalisieren, dass hier ein schützenswerter Bereich beginnt auf dem wir das Hausrecht ausüben", so Stille.
Hans-Dieter Brand wollte erfahren, ob es eine Auflistung der Schäden geben würde um abwägen zu können, ob die Installation eines Tores sich auch tatsächlich lohnen würde. Eine konkrete Antwort konnten Stille und der ehemalige Vorsitzende des Heimatbundes, Hans-Heinrich Anke, nicht geben. Sie versicherten aber, dass immer wieder schlimme Schmierereien am Mahnmal vorgefunden würden. Und einige Bereiche der Museumsinsel würden vor allem von Jugendlichen als Mülldeponie missbraucht. Die Stadt müsse wissen, was die Reinigung des Ehrenmals bislang gekostet habe, ist Anke sicher.
Die Diskussion darüber, ob man Jugendliche dort direkt ansprechen sollte, ob die Verunreinigungen und Beschädigungen tatsächlich zur Hauptsache abends und nachts passieren würden und ob man den Platz nicht lieber mit Videokameras ausstatten sollte, dauerte eine ganze Weile. Zu einem abschließenden Ergebnis ist das Gremium nicht gekommen. Das nächste Wort hat der VA.