1. Gebühren werden nicht erhöht

    Wasser- und Kanalpreis sollen bis 2011 konstant bleiben

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    SAMTGEMEINDE RODENBERG (al). Dass die Nebenkosten für das Wohnen im eigenen Haus oder in einer Mietwohnung ständig weiter steigen, ist zumindest keine Schuld der Samtgemeinde Rodenberg. Ihr Werksausschuss hat soeben nachrechnen lassen und ohne große Aussprache beschlossen: Voraussichtlich bis 2011 bleiben die Gebühren konstant – trotz leichter höherer Aufwendungen.

    Seit 1998 kosten der Kubikmeter Wasser brutto 1,20 Euro sowie seit 2000 der Kubikmeter Abwasser 2,40 Euro. Besonders die gleich bleibende Frischwassergebühr erfüllt das Rathaus mit gewissem Stolz: "Das gibt es in der weiteren Umgebung wohl nirgends", freute sich Kalkulator Rainer Langhals. Er hatte den Kommunalpolitikern vorgerechnet, dass sich in den nächsten drei Jahren die Kosten für Beschaffung und Unterhaltung zwar um zwei Cent pro Kubikmeter verteuern könnten. Doch diesen geringen Betrag weiterzugeben, mache nur wenig Sinn. Das sahen auch die Ausschussmitglieder so.

    Für die Kanalisation dürften die Kubikmeter-Kosten im Jahr 2009 zwar deutlich auf 2,48 Euro steigen, werden sich aber durch auslaufende Abschreibungen in der Folgezeit auf 2,39 beziehungsweise 2,38 Euro verringern. Der rechnerische Durchschnitt für die drei Jahre liege deshalb bei 2,42 Euro – und damit auf der gleichen Basis wie beim Wasser.

    Bei seiner Kalkulation war Langhals vom Wasserverbrauch des Jahres 2007 ausgegangen. Die registrierten 708.941 Kubikmeter lagen um 1,75 Prozent unter der des Rekordergebnisses von 2006. Trotzdem endete der Jahresabschluss mit einem positiven Ergebnis, weil deutlich weniger Rohrbrüche zu beklagen waren und deshalb auch geringere Lohnkosten entstanden. Den niedrigeren Personalbedarf begründete Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann auch mit veränderten Arbeitsabläufen, die zu Einsparungen geführt hätten. Der Gewinn ist mit knapp 22.000 Euro ausgewiesen.

    Sogar um drei Prozent ist die Abwassermenge zurückgegangen: Sie sank von 680.413 Kubikmeter (2006) auf 659.919 Kubikmeter. In diesem Gebührenbereich hat sich die Investition eines sogenannten Dekanters i Klärwerk ausgewirkt. Diese Art Zentrifuge spart unter anderem Kosten für Kalk und Flockungsmittel ein und verringert die Klärschlammmengen. Diese letztgenannte Entsorgung ist zudem vertraglich neu geregelt worden. Deshalb wurde auch hier trotz geringeren Gebührenaufkommens noch ein Jahresüberschuss von knapp 7000 Euro erzielt.

    Rathausmitarbeiter Björn Ladage gab dem Ausschuss einen Überblick zu den aktuellen Tiefbaumaßnahmen in der Samtgemeinde. Abgeschlossen und im Kostenrahmen geblieben sind die Arbeiten in der Rübekamp- und in der Bahnhofstraße in Rodenberg sowie in der Siedlung Schweiz in Messenkamp, wo zum Teil auch die Wasserleitungen erneuert worden sind. Begonnen wurde im Untergrund der "Kloppenburg" in Altenhagen II; in Vorbereitung sind Arbeiten für Wasser, Abwasser und Regenwasser im Bassenbrink in Rodenberg und in der Coppenbrügger Landstraße in Lauenau. Die Arbeiten dürften jeweils ab Mitte Juli beginnen; ein Ende ist, da aus verkehrlichen Gründen nur abschnittsweise gebaut werden kann, vorerst nicht abzusehen.

    Keinen Aufschub duldet eine Maßnahme am Regenwasserkanal in der Lyhrener Straße in Apelern. Dort sind so viele Schäden und Mängel vorhanden, dass wiederholt bei Niederschlägen das Wasser aus den Gullis drückte und auf der Oberfläche in Richtung Soldorfer Straße floss. Die Kosten für die Mitte Juni beginnende Sanierung belaufen sich auf etwa 48.000 Euro. Während Apelern 21.500 Euro beisteuern muss, legt die Samtgemeinde 26.500 Euro dazu. Deren Finanzierung ist offenbar unproblematisch: Die erwähnten Kanalbauarbeiten seien günstiger verlaufen als ursprünglich kalkuliert. Diese Mittel stehen jetzt zur Verfügung.

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