LINDHORST. Das Herz vieler Freunde alter Trecker mag beim Anblick der blitzblank polierten alten Traktoren auf Hof Gümmer deutlich höher geschlagen haben. Dort war eine Ansammlung solcher historischer Gefährte aufgebaut.
Das auf Hof Gümmer untergebrachte Museum beteiligte sich an dem in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführten internationalen Museumstag mit seiner Ausstellung "Lindhorst im Wandel der Zeit". Besuchern des Museums wurden Exponate zur Geschichte verschiedener Schmieden in dem früher von Landwirtschaft geprägten Dorf gezeigt. Was lag da näher, als auf dem Außengelände schmucke Ausstellungsstücke von Landtechnik aus einer längst vergangenen Zeit zu präsentieren.
Die Schlepperfreunde Quetzen waren mit ihren gut fünfzig Jahre alten Traktoren der Marken Fahr, Lanz und Fendt nach Lindhorst gekommen. In knalligem Rot zeigten sich zwei Diesel-Traktoren der "Porsche-Diesel-Motorenbau GmbH", die in den fünfziger und frühen sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts in Kooperation mit Mannesmann in Friedrichshafen die landwirtschaftlichen Maschinen gebaut hatte. Damals wollte Porsche einen Volksschlepper herstellen, mit der die Arbeit in der Landwirtschaft motorisiert werden sollte. 1962 wurde der Porsche Traktorenbau ganz von MAN übernommen, ein Jahr später eingestellt.
Insgesamt wurden 16.000 Exemplare der knallrot lackierten Traktoren verkauft. Zwei davon standen zusammen mit den Schleppern von Fahr, Lanz und Fendt sowie zwei Unimogs und einem Ritscher Multitrac Geräteträger auf dem Hof von Hof Gümmer und ergänzten das Angebot zum internationalen Tag des Museums. Die Schlepperfreunde Quetzen gibt es seit rund einem Jahr, eine Gruppe Technikbegeisterter, die sich insbesondere für alte, in der Landwirtschaft genutzte Maschinen interessiert.
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