1. Aus den Jungs von damals sind gestandene Männer geworden

    Wiedersehen nach 30 Jahren mit Maibaumpflanzen und Kutschfahrt

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    LÜDERSFELD. Der Schalk sitzt ihnen noch immer im Nacken, der Wortwitz kommt schnell und schlagfertig daher. Die Rede ist von zehn gestandenen Männern: Kurt Brandt, Werner Fahlbusch, Peter Haucke, Manfred Krömer, Hubert Mauruschat, Heinz Menkowski, Norbert Urbansky sowie Paul Wagner, Jürgen Weh und Siegfried Zeiler, sie alle waren vor 40 Jahren Fußballer beim TuS Lüdersfeld. Ursprünglich gehörten noch Günter Erdmann und Reinhard Schäfer zu der Gruppe, beide sind verstorben.

    Damals, im magischen Jahr 1968, dem Jahr, in dem in Deutschland so manches über den Haufen geworfen wurde, beschlossen die damals 18-Jährigen etwas zu errichten - ein Maibaum sollte es sein. Aber wohin damit? Vor vier Jahrzehnten war Ernst Gerland in Nienbrügge Vereinswirt der Lüdersfelder Fußballer - er musste herhalten. Flugs wurde eine Birke geschlagen - "unehrenhaft", ohne zu bezahlen, versteht sich - und auf einem Autodach abtransportiert.

    Ein zweiter Baum wurde - weil der Abend ja gerade erst begonnen hatte - bei einer der Freundinnen aufgestellt: Ein Brauch war geboren. Zehn Jahre lang wurden die Freundinnen der TuS - Mannen mit Maibäumen versorgt. 1978 zum letzten Mal, denn zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Freundinnen in Ehefrauen verwandelt.

    Jetzt, nach drei Jahrzehnten, sorgte Manfred Krömer, für ein Wiedersehen.

    Peter Haucke reiste aus Werne an der Lippe, Siegfried Zeiler aus Bedburg an, die anderen sind den heimischen Gefilden treu geblieben. Zunächst wurde - symbolisch versteht sich - ein kleiner Maibaum auf dem Sportgelände in Lüdersfeld aufgestellt - dann ging es auf dem Planwagen über Auhagen und Sachsenhagen nach Nienbrügge, wo ein Abstecher zum Gasthaus Gerland, wie vor vierzig Jahren, nicht fehlen durfte. Der Abschluss wurde im TuS - Vereinsheim zelebriert, wo munter und humorvoll weiter Erinnerungen und Anekdoten ausgetauscht wurden. Ob dabei bereits Pläne für das Aufstellen eines Maibaums im nächsten Jahr geschmiedet wurden, ist nicht überliefert. Aber vermutlich fehlen dafür die Freundinnen.

    Foto: privat

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