MÖLLENBECK (km). Bereits seit 37 Jahren treffen sich Blechbläser aus Bremen, Hameln und mittlerweile auch aus dem ganzen Lande jeweils am Pfingstsonntag zu einem musikalischen Stelldichein im Kloster. Diesmal war auch ein Rintelner mit von der Partie: Michael Schmidt, Leiter der Kreisjugendmusischule a.D., spielte selbst mit und sorgte als Conferencier für die Ansagen.
Besonders zu gefallen wussten das Posaunen-Quartett mit seinen swingenden Arrangements.
Ein bisschen schade: Trotz des "Kaiserwetters" blieben einige Stühle im Hof diesmal leer. Wer aber gekommen war, wurde mit einem tollen und abwechslungsreichen Programm verwöhnt, das für wirklich jeden Geschmack etwas parat hatte: Von der Renaissance- oder Barock-Weise über Volkslieder, Filmmusik, die Beatles oder dem "Chattanooga Choo Choo" bis hin zu Swing und Jazz reichte das Repertoire der - mittlerweile auch instrumental - locker zusammengesetzten Ensembles, die zum Teil bereits in der dritten Generation in Möllenbeck vorstellig werden.
Diesmal waren die Akteure mit rund 20 Personen im Alter zwischen sieben und 70 Jahren angereist. Gespielt wurde in unterschiedlichen Konstellationen, und zwischendurch durfte - wie schon in den letzten Jahren - auch der Nachwuchs zeigen, was er gelernt hat. Dabei wurde am Ende eines abermals klar: Um den Fortbestand der Traditions-Veranstaltung braucht sich wohl niemand zu sorgen.
Enstanden war die Ur-Idee für die "Bläser-Serenade" an Pfingsten bei dem Besuch der Bremer Chorgruppe "Unserer Lieben Frau" im Jahr 1968. In der Folge wurden schließlich die Bläser aus Hameln und Bremen auf die perfekte Akustik im Innenhof des Möllenbecker Kloster aufmerksam - der, wie in diesem Jahr, nur wenige Male aus Wettergründen mit einem Innenraum getauscht werden musste. Seit 1972 kommen die Blech-Artisten in verschiedenen Besetzungen mittlerweile regelmäßig. An jedem Pfingstsonntag um 17 Uhr findet so ein neues Konzert statt. Foto: km