1. Tierschutzverein warnt vor tödlichen Giftködern

    Terrier Opfer / Kein Beweis für mutwillige Anschläge

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    BAD NENNDORF (pd). Zwei Hunde sind vor Wochen Opfer von Gift geworden. Ein West-Highland-Terrier ist an den Folgen gestorben, ein Husky konnte gerettet werden. Ob hinter diesen Fällen Absicht oder verantwortungsvolle Sorglosigkeit im Umgang mit Rattengift steckt, kann die Vorsitzende vom Tierschutzverein Rodenberg, Bad Nenndorf und Umgebung nicht sagen. Jutta Schneider rät auf jeden Fall zu erhöhter Vorsicht beim Gassigehen mit Hunden. Halter sollten unbedingt darauf achten, dass der Hund nichts vom Wegesrand frisst.

    Der West- Highland- Terrier ist in Bad Nenndorf zu Hause gewesen. Nach einem Spaziergang im Bereich St. Godehardi Kirche und Immenkamp fing das Martyrium für den kleinen Hund und seine Besitzer an. Der kleine Terrier ist schließlich nach langer Leidenszeit an den Folgen der Giftgabe gestorben. "Wahrscheinlich", so Jutta Schneider, "hat der Hund etwas gefressen, das vergiftet war".

    Sie hat keine Beweise für eine absichtliche Tat von einem "Hunde-oder Katzenhasser", aber sie weiß, dass Hunde das Gift nur dann zu sich nehmen würden, wenn es in entsprechenden Ködern wie beispielsweise Wurststücken oder Fleischbrocken versteckt ist. Ein Husky, der in Waltringhausen ganz offensichtlich Gift gefressen hat, konnte im letzten Augenblick gerettet werden. Alarmiert durch lang anhaltendes Nasenbluten waren die Halter mit dem Hund in die Tiermedizinische Hochschule Hannover gefahren. Blutproben bestätigten den Verdacht: Der Hund hat Rattengift gefressen. Seine Genesung hat drei Monate gedauert.

    Die Tierschutzvorsitzende weist ausdrücklich darauf hin, dass bei der Anwendung von Gift gegen Mäuse oder Ratten auf jeden Fall entsprechende Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden müssten. Wer Ratten bekämpfen möchte muss dafür Sorgen tragen, dass andere Tiere nicht zu Schaden kämen.

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