1. Sponsoren und eine Menge Eigenleistung sichern die Finanzierung des Backhauses

    Förderverein Dorferneuerung stellt seine Zukunftspläne vor / Mitgliederversammlung auf Hof Gümmer

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    LINDHORST. Im Raum darüber stellte der Spielmannszug beim Üben lautstark sein musikalisches Können unter Beweis, darunter, im Saal von Hof Gümmer, wurden bei eher leisen Tönen die Zukunftspläne des Fördervereins Dorferneuerung Lindhorst/ Ottensen/ Schöttlingen den 28 erschienenen Mitgliedern vorgestellt. Der Verein zählt gegenwärtig 91 Mitglieder in seinen Reihen.

    Helge Krzykowski: "Wir haben was zu bieten".

    Willi Thürnau (li.) und Werner Bremer werden humorvoll zu "Bautruppführern" ernannt.

    Zweifellos stand das "Projekt Mehrzweckbackhaus" im Mittelpunkt des Interesses. Der Vereinsvorsitzende Helge Krzykowski informierte die Runde darüber, dass das alte Gebäude von der Leibzucht Hof Runge in Antendorf stammt. Mittlerweile wurde das Dach der Lindhorster Scheune Abelbeck abgedeckt, die Ziegel sollen bei der Errichtung des Backhauses auf dem Gelände des landwirtschaftlichen Anwesens Brunkhorst auf Eichhöfe wieder verwendet werden. Beim Abdecken hat die Baugruppe des Fördervereins kräftig zugepackt. Krzykowski verschwieg seinen Zuhörern nicht, dass es durchaus personelle Überschneidungen mit der Baugruppe der Trachtengruppe gebe. Werner Bremer und Willi Thürnau wurden von Helge Krzykowski humorvoll zu "Bautruppführern" ernannt. Sie tragen als Zeichen ihrer Führungsposition gelbe Helme im Gegensatz zu den weißen Kopfbedeckungen der zahlreichen übrigen Mitgliedern der Baugruppe. Alle sind ehrenamtlich tätig und sorgen mit ihrer kostenlos erbrachten Arbeit zusammen mit Sponsoren dafür, dass die Finanzierung des Backhauses gesichert ist. Die Gemeinnützigkeit für die Nutzung des Backhauses musste nach Angaben von Andre Treichel beantragt werden. "Alles ist auf einem guten Weg", versicherte er der Versammlung. Der Landkreis hat die vorläufige Baugenehmigung inzwischen erteilt.

    Als einzige Lindhorster Gruppe hat der Förderverein nach Angaben Krzykowskis Interesse am LEADER - Projekt "Schaumburger Land" gezeigt. Inhalte des Projekts seien teilweise deckungsgleich mit Vorstellungen des Fördervereins. Mit Begeisterung ging der Vorsitzende auf die Inhalte ein. Sie haben die Erhaltung dörflicher Eigenart zum Thema. Es gelte das Profil des Ortes zu schärfen, seine Stärken herauszustellen. "Wir haben was zu bieten", formulierte Helge Krzykowski geradezu schwärmerisch. Vorhandenes müsse weiter entwickelt, Neues eingerichtet werden. Bei allem sei aber die Unterstützung der Gemeinde erforderlich, egal ob es sich um die Restaurierung des Mausoleums, die Einrichtung eines Dorfladens oder neue Wanderwege handle.

    Als konkretes Handlungsziel für die nahe Zukunft nannte der Vorsitzende die Sanierung des Buswartehäuschens in der Lüdersfelder Straße, das sich in einem unwürdigen Zustand befinde. Wenn die Gemeinde finanziell nicht helfen könne, könne die Sanierung vielleicht mit Bürgereinsatz durchgeführt werden. Als ein gutes Beispiel für soviel Einsatz nannte Helge Krzykowski den Ortsteil Ottensen. Dort haben die Bürger ein Wartehäuschen in Eigenregie erstellt. Foto: privat

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