1. Ersatzkasse bietet "Pflegetagebuch" an

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    RINTELN (km). Die Barmer Ersatzkasse in Rinteln bietet ab sofort ein "Pflegetagebuch" an, das Betroffenen und Angehörigen bei der Kommunikation mit den Behörden behilflich sein soll. "Niemand steht mit seiner individuellen Situation allein da - und sollte sich deshalb auch nicht scheuen, Hilfe anzunehmen," stellt Geschäftsführer Carsten Wahle in einer Presse-Information heraus.

    "Niemand sollte sich scheuen, Hilfe anzunehmen": Barmer-Geschäftsführer Carsten Wahle

    Die Pflege eines Angehörigen sei eine enorme Belastung für den Pflegenden und werde häufig unterschätzt oder bewusst herunter gespielt, so Wahle. Pflegende dürften den Blick für Ihre eigenen Bedürfnisse nicht verlieren, da sie ansonsten sehr schnell an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stießen. Das beginne bereits mit den Voraussetzungen für die Anerkennung von Pflegebedürftigkeit und die Zuordnung zu einer Pflegestufe. Maßgebend sei der auf Dauer bestehende Hilfebedarf bei den Verrichtungen des täglichen Lebens. "Bevor die Pflegekasse zu dem Antrag eine Entscheidung trifft," konkretisiert Wahle, "findet ein - vorher angemeldeter - Besuch des medizinischen Dienstes statt." Dem komme die häufig nicht einfache Aufgabe zu, den Umfang der Pflegebedürftigkeit festzustellen. Der Gutachter sei auf die Mithilfe der pflegenden Angehörigen und der Pflegepersonen angewiesen. Er benötige Angaben über alle Hilfestellungen und Pflegeleistungen, die am Tag und in der Nacht erbracht werden. Um allen Beteiligten diese Angaben zu erleichtern, hilft die Barmer-Pflegekasse in Rinteln mit einem "Pflegetagebuch". Die einwöchige Dokumentation soll dem Gutachter des medizinischen Dienstes bei der Feststellung der maßgebenden Pflegestufe eine wertvolle Hilfe sein. Das "Pflegetagebuch" gibt es für alle Interessierten kostenlos bei der Geschäftsstelle der Barmer an der Bäckerstraße 14. Foto: km

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