RINTELN (ste). WGS-Fraktionsvorsitzender Gert Armin Neuhäuser reagierte empört über die Äußerungen, die Klaus Wißmann als Fraktionsvorsitzender der SPD auf einer Bürgerversammlung im Brückentorsaal anlässlich der Planvorstellung zur Verlegung des Radweges durch das Rintelner Freibad machte.
Klaus Wißmann steht derzeit in der Schusslinie der WGS und ihrem Frontmann Gert Armin Neuhäuser. "Wißmann soll sich für seine Äußerungen im Brückentorsaal entschuldigen", fordert der seinen ehemaligen SPD-Kollegen auf.
Neuhäuser weist in einer Pressemeldung darauf hin, dass alle Äußerungen von CDU und WGS in den Ratsgremien immer gegen den Radweg quer durchs Freibad waren. "Wenn Klaus Wissmann jetzt einen informellen Arbeitskreis zur Weserpromenade als maßgebliches Gremium des Stadtrates ansieht, bin ich gerne bereit, ihm mal die Strukturprinzipien der Gemeindeordnung zu erklären" so Neuhäuser streitbar. "Denn", so der WGS-Mann weiter, "dort ist geregelt, welche Ratsgremien welche Entscheidung treffen". "Informelle Arbeitskreise fassen keine Beschlüsse!", so Neuhäuser. Neuhäuser forderte von Wissmann eine öffentliche Entschuldigung für dessen Satz zum Radwegebau "Besser eine falsche Entscheidung als gar keine Entscheidung" ein. "Wer so denkt und handelt, schlägt den steuerzahlenden Bürgerinnen und Bürgern der Stadt, deren Gelder er ausgibt, ins Gesicht. Wissmann sollte Anstand beweisen und sich hierfür entschuldigen," so Neuhäuser abschließend.
Klar ist, das wurde bereits im Brückentorsaal aus den Reihen der SPD deutlich, dass der Rückhalt für eine Radwegeverlegung bröckelt. Der öffentliche Widerstand und die gewonnene Erkenntnis, dass die Nachteile bei einer Durchleitung durch das Freibad den Vorteilen überwiegen, hat bei einigen Politikern ein Umdenken bewirkt. Klar ist aber auch, dass der Radweg und die Anbindung der Stadt an die Weser eine Aufwertung benötigen. Jetzt sind die politischen Gremien gefordert, eine deutliche Trennung zwischen beiden Aktionen heraus zu arbeiten. Denn die vielzitierten Pläne des Büros "Heisig & Sass", die die Radwegeverlegung durch das Freibad beinhalten, haben weitere und positive Ansätze für den Radweg und Rinteln. Und immerhin gibt es ja noch die "Kleine Lösung", bei der der Radweg vom Eingang des Freibades an die Weser geführt wird und das Freibadgelände unangetastet bleibt.
Foto: ste