1. Beide Finalisten bleiben unter 20 Sekunden

    Möllenbecker Kuppel-Wettbewerb setzt neue Maßstäbe in Sachen Feuerwehrsport

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    MÖLLENBECK (ste). Über 20 Gruppen aus ganz Niedersachsen, Bremen und Hessen hatten sich für den zweiten Kuppelwettbewerb der Feuerwehr Möllenbeck angemeldet; und die Möllenbecker scheuten keine Mühen, um den Wettbewerb für alle Teilnehmer zu einem besonderen Erlebnis werden zu lassen.

    Die Damen aus Bienenbüttel und die Männer aus Möllenbeck sind die besten "Kuppler".

    Beim Kampf und die Hundertstel Sekunden muss auch schon einmal das Oberteil weichen.

    Eine besondere Licht- und Musikanlage sorgte in der abgedunkelten Halle dafür, dass die Mitglieder der Kuppelteams schon eine Gänsehaut hatten, bevor der Countdown zum Start über die Boxen ertönte. "3 - 2 - 1 - Go !" Im direkten Duell wurden nun die besten Kuppelteams ermittelt. Nach dem Startsignal mussten vier Saugschläuche und der Saugkorb zusammengekuppelt werden und mit Knoten und Halbschlägen gesichert werden. Nachdem der Maschinist die zusammen gekuppelten Schläuche an der "Pumpe" (TS) angekuppelt hatte und die Saugleitung auf einer blauen Turnmatte "zu Wasser" gebracht wurde, durfte der Wassertruppführer den "Buzzer" drücken und damit die Zeit stoppen. Über einen Beamer wurden die Zeiten an die Wand "geworfen", so dass die zahlreichen Zuschauer sofort sehen konnten, welches die schnellere Mannschaft war. Ein ums andere Mal ging bei den spannenden Duellen ein Raunen durch die Menge - vor allem als der Abstand zwischen der Damengruppe aus Bienenbüttel und der zweiten Gruppe aus Möllenbeck lediglich sieben Hunderstel-Sekunden betrug.

    Gekuppelt wurde in Möllenbeck in zwei verschiedenen Wertungsklassen. Zum einen die Wertungsklasse mit Schnellangriffskupplungen wie in Niedersachsen üblich. Zum anderen wurde nach internationalen Regeln (CTIF) gekuppelt.

    In der Wertung mit Schnellangriffskupplungen gab es für die Teams zuerst eine Gruppenphase mit vier Vierergruppen, in der "jeder gegen jeden" antrat. Jeweils die beiden Gruppenersten qualifizierten sich dann für die KO-Runde mit Viertel-, Halbfinale und Finale.

    Besondere Spannung lieferten die Teams in der Gruppe D. Mit Möllenbeck 3, Hattendorf 1 und dem Kuppelteam Müsingen waren gleich drei Teams punktgleich an der Spitze. Am Ende entschieden 2,68 Sekunden zugunsten von Möllenbeck und Hattendorf.

    Nach den Viertelfinal-Duellen boten die Akteure den Zuschauern zwei hochkarätige und spannende Halbfinalläufe. Im ersten Duell war Hattendorf 3 mit 21,5 Sekunden 1,5 Sekunden schneller als Todenmann. Im zweiten Duell reichten 21,2 Sekunden für die Gruppe aus Exten nicht aus, um sich gegen die dritte Mannschaft aus Möllenbeck durchzusetzen, die nach 17 Sekunden mit dem Kuppeln fertig war.

    Die beiden Finalisten blieben beide unter 20 Sekunden. Mit hervorragenden 19,99 Sekunden landete Hattendorf auf dem zweiten Platz. Mit 19,01 Sekunden waren die Möllenbecker an diesem Abend einfach nicht zu schlagen. Da sie aber als Gastgeber auf den Wanderpokal verzichteten, steht dieser nun mindestens für ein Jahr in Hattendorf.

    Hervorragende Leistungen boten auch die fünf CTIF-Gruppen. Hier wurde am Ende die Damengruppe aus Bienenbüttel ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann den Wanderpokal souverän vor der ersten Gruppe aus Möllenbeck. Die Damen sind amtierender Deutscher Vizemeister und haben sich auch für die diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Juli in Böbingen qualifiziert.

    Die Bienenbüttlerinnen waren von der guten Stimmung in Möllenbeck sehr begeistert und wollen im nächsten Jahr auf jeden Fall ihren Titel verteidigen. Dann wollen sie auch ihr Männerteam mitbringen. Unter den Zuschauern waren auch einige Feuerwehrleute aus Feuerwehren, die in diesem Jahr nicht am Start waren und sich im nächsten Jahr nicht noch einmal die tolle Atmosphäre in Möllenbeck entgehen lassen wollen. "Wir würden uns besonders freuen, wenn wir nächstes Jahr auch einige Eimerfestspiel-Gruppen in Möllenbeck begrüßen dürfen", warb Organisator Patrick Novotny. "Es wäre sehr spannend zu sehen, wer schneller kuppeln kann - die "alten Hasen" oder die "Jungspünde" mit Anfang zwanzig".

    Weitere Infos zum dem Event gibt es unter www.kuppel-kontest.de. Hier kann man unter anderem viele Fotos, einige Kurzfilme und alle Ergebnisse von dem Abend betrachten.

    Auch der Termin im nächsten Jahr wird hier bald veröffentlicht. Dann wird es wieder heißen: "3 - 2 - 1 Go!" Foto: ste

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