1. Abriss erledigt, jetzt beginnen die Arbeiten für den Rohbau

    Neues Feuerwehrgerätehaus soll noch vor Weihnachten übergeben werden

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    SAMTGEMEINDE LINDHORST. Der Bau- und Umweltausschuss des Rates der Samtgemeinde Lindhorst besichtigte zusammen mit Samtgemeindebürgermeister Gerhard Busche die Baustelle des geplanten Feuerwehrgerätehauses. Mit dabei war Planer Eckard Bade.

    Bürgermeister Busche erklärt den Ausschussmitgliedern, mit welchen Schwierigkeiten zu kämpfen war.

    Eckard Bade steht dem Ausschuss Rede und Antwort.

    Busche und Bade informierten die Mitglieder des Ausschusses über den Baufortschritt. Der Abriss des über 100 Jahre alten Gebäudes Bahnhofstraße 57, früher war das einmal Lindhorsts Hofstelle 13, sei nicht ganz schmerzfrei verlaufen, verriet Busche seinen Zuhörern. Dazu habe eine mit Bauschutt aufgefüllte alte Dunggrube genauso beigetragen wie ein verfüllter alter Brunnen und ein mit schweren Betonplatten angefüllter Keller, ergänzte Eckard Bade. Zudem müsse das Gelände durch das Auftragen eines Mineralgemischs standfest gemacht werden, der vorhandene Baugrund sei so nicht nutzbar. Auf dem Grundstück gebe es zudem ein altes, rechtlich zulässiges, aber nirgends niedergeschriebenes Entwässerungsrecht eines Nachbarhauses. Der Rohrverlauf sei unbekannt. Demnächst soll mit Hilfe von in das Rohrsystem eingeblasenem Nebel herausgefunden werden, wo das Entwässerungsrohr überhaupt angeschlossen ist. "Wir tappen im Dunkeln", erläuterte Bade. Die Frage nach den Mehrkosten beantwortete der Beratende Ingenieur für Bauwesen mit dem Satz: "Die veranschlagten Abrisskosten werden deutlich überschritten".

    Mittlerweile werden die ersten Angebote für den Innenausbau und für das Dach eingeholt. Bade befindet sich nach eigenen Angaben in der Feinabstimmung mit der Feuerwehr, aber nicht alle Wünsche könnten erfüllt werden. So nicht der Wunsch, auf die Deckenstützen unter dem flach geneigten Walmdach im geplanten Schulungsraum aus Platzgründen zu verzichten. Zu teuer, sagte Bade. Der Ingenieur riet dem Ausschuss auch den C-Anschluss für die Betankung der Löschfahrzeuge auf dem Hof, nur wenige Meter entfernt von der Garage, zu lassen. Seine Begründung: Das dort von der Wehr abgezapfte Wasser wird vom Wasserverband nicht gezählt.

    Aus Kostengründen wurde ebenfalls der Wunsch abschlägig beschieden, weiterhin eine Montagegrube in einer der Garagen vorzuhalten. Der Bürgermeister erklärte, dass die heutige Fahrzeugtechnik nicht mehr in Eigenleistung durch die Wehr gewartet werden könne.

    Demnächst wird auf dem Baugelände ein Informationsschild aufgestellt, das die Samtgemeinde Lindhorst als Bauherrin ausweist. Bis Mitte August soll der Rohbau fertig sein, bereits früh soll mit der Herstellung der Außenanlagen begonnen werden. Eine dritte Garage war bei der ursprünglichen Planung zwar vorgesehen, ist aber nicht mehr Gegenstand der Konzeption, da die vorhandene Decke sich nicht als ausreichend tragfähig erwies. Noch vor Weihnachten soll der Ortswehr ihr neues Domizil übergeben werden. Eins hat Eckard Bade bei allen Aktivitäten fest im Blick: "Wir wollen die Gesamtkosten in Höhe von 960.000 Euro nicht überschreiten", formulierte er gegenüber dem Ausschuss. Foto: privat

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an