1. Vom Leukoplastbomber bis zum Bentley

    "12. Rintelner Zuverlässigkeitsfahrt" lockte tausende von Schaulustigen an

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    RINTELN (km). Über eine rundum gelungene Veranstaltung konnte sich der Motorclub Rinteln e.V. im ADAC freuen: Die "12. Rintelner Zuverlässigkeitsfahrt" für Oldtimer lockte am Sonntag bei strahlendem Frühlingswetter eine Riesenschar von Zuschauern auf den Kirch- und Marktplatz, von wo aus die Fahrzeuge auf ihren Parcours über Hessisch Oldendorf, Hameln, Bodenwerder, Bad Pyrmont und das Extertal starteten. Während die Organisatoren um Hans-Erich Scheffler hinter den chromblitzenden Kulissen alles im Griff hatten, gab es auch bei den Teilnehmern in ihren Oldtimern nur geringe Probleme: Gelegentlich sprang zwar mal ein Motor nicht an, am Ende kamen aber alle der insgesamt 160 Fahrzeuge von anno dazumals wieder ins Ziel - auch der Reo Raceabout, mit 96 Jahren das älteste "Schnauferl" im Feld. Bei der "touristischen Ausfahrt" für zwei-, drei- und vierrädrige Oldtimer bis zum Baujahr 1975 dominierten diesmal erneut vor allem die Schmuckstücke aus der Nachkriegszeit: Allein 80 Piloten waren am Steuer von Fahrzeugen aus der Zeit von 1961 bis 1975. Zwischen den besonderen Raritäten fanden die guckenden und knipsenden Schaulustigen ebenso viele Luxuskarossen (Bentley, Mercedes, Jaguar oder Chevrolet) - die auch heutzutage noch eine mehr als gute Figur machen - wie zahllose kuriose Zwerge à la Isetta, Goggomobil, Lloyd, NSU oder Messerschmidt Kabinenroller. Bei der Siegerehrung, zum dritten Mal direkt auf dem Marktplatz, konnten sich am Ende Heinrich Kronlage und Peter Erdmann mit ihrem DB 170 S-V (Baujahr 1953) über den großen Pokal der Barre-Brauerei für den Gesamtbesten freuen. Mit einer Strafpunktzahl von lediglich 23 waren die Gewinner ihrer Konkurrenz am Ende haushoch überlegen. Der Pokal für das beste Damen-Team im Starterfeld der Vehikel aus der Pionierzeit des Automobilismus ging an Sandra Vogt und Anne Marie Junius (Mercedes Benz 300 Coupé, Baujahr 1967). Und die Trophäe für den besten Teilnehmer auf zwei Rädern schließlich durfte Hans-Werner Bramer (DKW RT 200 H, Baujahr 1952) mit nach Haus nehmen.

    Foto: km

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