LAUENAU (al). Schaumburgs bislang einzige Indoor-Bouleanlage im Lauenauer "Sägewerk" ist mit einem zweitägigen Turnier eingeweiht worden. 27 Mannschaften aus allen Teilen der Samtgemeinde Rodenberg konnten sich von der neu geschaffenen Sportstätte überzeugen. In einem Trakt der großen Veranstaltungshalle versteckt sich unter hölzernen Bohlen eine gesplittete Doppelbahn. Mit nur wenigen Handgriffen lassen sich die Dielen beseitigen. Das hat der neue Boule-Club Lauenau (BCL) in den vergangenen Wintermonaten regelmäßig genutzt. Wenn nämlich das "Sägewerk" nicht anderen großen Terminen dient, dürfen die Freizeitsportler einmal wöchentlich zum Training antreten. Jetzt beendeten sie das Winterhalbjahr mit einem Wettkampf, der gleichzeitig die offizielle Inbetriebnahme markierte.
Nicht nur mit Seemannsliedern versiert: Die Shanty-Sänger Peter Schumacher, Georg Reimann und Günter Kath (v. li.) belegen den zweiten Platz.
In einer langen Vorrunde konnten sich acht Mannschaften qualifizieren und traten bei einem Zwischenlauf wiederum in Gruppen an.
Erst ab dem Viertelfinale wurde nach dem K.O.-System gespielt. Im Endspiel standen sich mit den "Fröhlichen Nachbarn" und der Vertretung des Shanty-Chors "Frische Brise" zwei reine "Hobbygruppen" gegenüber.
Für die schon etwas versierteren "Amateure" aus den jeweils ersten Vertretungen des BCL und der wiederholt erfolgsgewohnten "Peperonis" blieben nur der dritte beziehungsweise vierte Platz übrig.
Sieger wurden die "Fröhlichen Nachbarn" mit
Dirk Rieger, Günter Hemm und Carmen Bartsch. Sie gewannen mit 13:2 Punkten gegen den Shanty-Chor "Frische Brise", der mit Günter Kath, Georg Reimann und Peter Schumacher angetreten war. Übrigens wurde manchen Teilnehmern im Verlauf des Turniers mitunter eine Menge Geduld abverlangt: So dauerte allein ein Spiel zwischen den Peperonis und einer Algesdorfer Gruppe über zwei Stunden.
Jetzt konzentriert sich der BCL ganz auf die Freiluftsaison. Spielleiter Willi Döpker hat für die im Mai beginnenden Fleckenmeisterschaften bereits 56 angemeldete Mannschaften registriert. Bei dieser großen Zahl könnte die Indoor-Bahn glatt zur wichtigen Alternative werden; besonders dann, wenn das Wetter dem Spielplan einen Strich durch die Rechnung machen würde. Foto: al