1. Wenn "Felix" seinem Namen alle Ehre macht und richtig glücklich ist

    Berner Sennenhund-Treffen in der Lebenshilfe / Tiere werden vermittelt

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    RINTELN (ste). Seit Oktober des vergangenen Jahres hat die Lebenshilfe in Rinteln einen neuen Liebling, den alle fest in ihr Herz geschlossen haben. "Felix" heisst er, hat treue braune Augen, ist freundlich und manchmal etwas scheu. "Felix" ist ein Berner Sennenhund-Rüde und ganz nach der Bedeutung seines Namens (Felix - Der Glückliche) ist er rundum zufrieden, nachdem Lebenshilfe-Geschäftsführer Herbert Meier das Tier vom Verein "Berner Sennenhunde in Not e.V." übernommen hat.

    Wenn Norma Puchstein Leckerli verteilt, kommt es nicht zum endlosen Gerangel. Die Hunde warten ruhig und geduldig auf ihre

    Ration.

    Jetzt trafen sich 30 seiner vierbeinigen Artgenossen in der Lebenshilfe; alle natürlich aus dem Nothilfe-Verein. Der kümmert sich seit Vereinsgründung im Jahr 2006 speziell um die Vermittlung von Berner Sennenhunden in Pflegestellen und an liebevolle Halter. Norma Puchstein aus Duisburg ist Mitbegründerin und zweite Vorsitzende des Vereins und erklärt, worum es geht: "Die Rasse ist zurzeit wieder einmal besonders beliebt, und weil viele Leute zwar gerne einen Berner Senn haben möchten, aber nicht den regulären Preis von um die 1.000 Euro für einen Welpen ausgeben wollen, bieten unseriöse Züchter Hundebabys aus regelrechten Vermehrungsbetrieben für wenige 100 Euro an." Und die Kehrseite der Medaille liege auf der Hand, so Frau Puchstein: "Die Welpen aus unsachgemäßer Zucht werden viel zu früh von ihren Müttern getrennt und haben nicht selten Entwicklungsdefizite mit körperlichen und mentalen Mängeln. Dazu haben sie auch in vielen Fällen nicht die nötige tierärztliche Versorgung bekommen. Als Folge werden die Hunde ausgesetzt oder bestenfalls in Tierheimen abgegeben." Auch die Elterntiere leiden unter der unverhältnismäßigen Beanspruchung der exzessiven Zucht und werden regelrecht "verbraucht".

    Und dann kommt der Verein "Berner Sennenhunde in Not" und kümmert sich um diese Hunde, holt sie aus den Heimen oder von Züchtern, für die sie wertlos geworden sind und gibt ihnen ein besseres Leben. Norma Puchstein selbst hat mit Chari und Xenia zwei Hunde vor dem Verfall gerettet und weiß wovon sie redet.

    "Viele Berner-Senn-Freunde haben -wie ich- mindestens zwei Hunde", erklärt Frau Puchstein, weil diese Rasse nämlich gerne mit Artgenossen zusammen lebt und untereinander sehr verträglich ist.

    Es gibt kein Gerangel, kein aufgeregtes Bellen; Berner Senn sind freundlich, spielen gerne und warten sogar artig auf die Leckerlies. Für viele der Hunde ist ein Leben nach dem Zuchtstress oder nach dem Heimaufenthalt nur durch den Einsatz der Helfer aus dem Verein möglich. Und "Felix" ist einer von ihnen, der es in der Lebenshilfe geschafft hat und hier ein Stück Hundeparadies genießt. Als Welpe soll er angeblich in einem Aufzug eingeklemmt gewesen sein und trug davon einen Hüftschaden davon.

    Wer auch einem Berner Senn Hund ein neues Zuhause geben möchte, kann sich an den Verein wenden. Der prüft immer zuerst bei einem Hausbesuch, ob Hund und Bewerber zusammenpassen. Und auch in der Folgezeit überzeugt sich der Verein davon, ob es dem Tier auch wirklich gut geht. Dazu dient unter anderem ein Pflegetagebuch im Internet, das der neue Halter führen muss.

    Nachdem Felix jetzt einer kleinen Gruppe von vier- und zweibeinigen Besuchern seines Vereins in der Lebenshilfe gezeigt hatte, wie wohl er sich hier fühlt, sollen dem Treffen weitere Begegnungen in Rinteln folgen. "Wir wollen hier demnächst sogar ein ganzes Schulungswochenende haben", verabschiedet sich Norma Puchstein und dankte Herbert Meier für die Einladung.

    Kontaktadresse des Vereins: "www.berner-sennenhunde-in-not.de". Foto: privat

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