1. NABU erstattet Anzeige

    Landschaftsschutzgebiet verunreinigt

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    AUETAL/HATTENDORF (tt). Der Vorsitzende des NABU-Ortsverbandes Auetal, Rolf Wittmann, fährt am Wochenende gern durch die Gemeinde, um Landschafts-Schutz- oder NABU-Projekte zu überprüfen. Bei seiner Inspektion an der ehemaligen "Brennstelle" der Gemeinde Auetal in der Gemarkung zwischen Hattendorf und Langenfeld ist ihm dabei wieder einmal eine Missachtung der "Müllentsorgung" aufgefallen, die er sofort bei der Unteren Naturschutzbehörde zur Anzeige gebracht hat.

    Das zirka 5000 Quadratmeter große Gelände liegt im Landschaftsschutzgebiet und gehört der Gemeinde Auetal. Vor einiger Zeit wurde hier in Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen ein "Schutzacker" angelegt, auf dem alte Ackerkräuter wachsen und beobachtet werden. Der NABU ist bei dieser Kooperation eingebunden und überwacht das Areal.

    Jetzt wurde, wie Wittmann feststellen konnte, auf dem Gelände mindestens vier LKW- oder Anhänger-Ladungen Bauschutt abgelagert. "Vermutlich wurde ein Baugrundstück ausgehoben oder neu angelegt und die überschüssige Erde abtransportiert", so Wittmann, der zusätzlich Unrat, Steine und einen entwurzelten Baum in der Ablagerung feststellte. Der Zugang zu dem Gelände ist durch ein Flatterband abgesperrt, das ignoriert wurde. Der NABU-Vorsitzende ist natürlich stinksauer, dass wieder einmal alle Bemühungen hinsichtlich des Naturschutzes missachtet wurden. "Der Verursacher muss die Stelle, die in früheren Jahren von der Gemeinde als Brennplatz genutzt wurde, gekannt haben, denn sie ist von der Langenfelder Straße nicht einsehbar. Einen weiteren Landschaftsfrevel machte Rolf Wittmann noch am Kammweg zwischen Rehren und Hattendorf ausfindig. Dort wurden unsachgemäß Hecken und Sträucher geschnitten oder durch den Einsatz landwirtschaftlicher Geräte stark beschädigt. In beiden Fällen bittet der Vorsitzende des NABU um Hilfe aus der Bevölkerung. Sachdienliche Hinweise nehmen der NABU und die Gemeinde Auetal entgegen.

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