1. Kein Wechsel in Ortsmitte

    Weihnachtsmarkt bleibt weiterhin vor der Eishalle

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    LAUENAU (al). Noch mindestens zwei Jahre wird der Weihnachtsmarkt in Lauenau auf dem Parkplatz vor der Eissporthalle zu finden sein und nicht zurück in die Ortsmitte geführt. Heftiger Kritik, die besonders der Pastor der evangelischen St. Lukas-Gemeinde, Dieter Meimbresse formulierte, begegneten Sprecher der "Lauenauer Runde" sowie auch Gemeindedirektor Uwe Heilmann mit Argumenten. Vor allem die vorgesehenen Baumaßnahmen würden der Verlegung widersprechen. Zudem wandte sich der stellvertretende Vorsitzende der "Runde", Klaus Kühl, gegen "ein Hin und Her". Wenn in der Ortsmitte alle Vorhaben erledigt seien, könne ein endgültiger Platz bestimmt werden.

    Konkrete Ideen dafür gibt es bereits. Während Kühl das "Rundteil" als ideal ansah, sprachen sich andere Diskussionsteilnehmer für das Gelände rund um die St. Lukas-Kirche aus. Das gefiel auch Gemeindedirektor Uwe Heilmann, der dem "Rundteil" schon aus verkehrlichen Gründen nichts abgewinnen wollte und außerdem auf noch bauliche Veränderungen auf dem ehemaligen Hof Brandes verwies.

    Ein kurzfristiger Umzug zur Kirche komme jedoch nicht in Frage, betonte er. Dagegen spreche der in Kürze beginnende Umbau der Coppenbrügger Landstraße sowie die optische Veränderung rund um die Kirche, die im Rahmen der Städtebauförderung in Angriff genommen werden könnte. Vor 2010 werde dies jedoch noch nicht abgeschlossen sein. Zudem mangele es an der Infrastruktur: Wenn der Weihnachtsmarkt rund um die Kirche stattfinde, müsse dort die Ver- und Entsorgung mit Strom und Wasser sowie mit Abwasser gesichert sein.

    Zu Beginn hatte sich vor allem Meimbresse heftig gegen einen weiteren Standort an der Eishalle gewandt: "Ich plädiere dringend für eine andere Lösung", machte er seinem Ärger Luft, "ein Weihnachtsmarkt gehört zur Kirche". Da sei er sich mit vielen Kritikern, die nicht die Öffentlichkeit suchen, einig. Optikermeister Ralf Staaks formulierte es ähnlich: "Wir Gewerbetreibenden sind seit drei Jahren mit dem Standort unzufrieden." Die Eishalle ziehe allein das Publikum auf sich: "Wer von denen zum Markt will, sucht sich selbst den Weg in den Ort."

    Auswärtige Gäste sah auch Vorsitzender Heyno Garbe als Ziel aller Überlegungen: "Die Discounter ziehen die Kunden an den Lauenauer Ortsrand. Wir müssen sie in die Ortsmitte ziehen." Da könne gerade ein Markttreiben an der Kirche sinnvoll sein. Allerdings verlangte er mehr Engagement der örtlichen Geschäftswelt: "An den Buden können doch nicht nur Speisen und Getränke angeboten werden." Das brachte Spielzeug-Grossist Jürgen Aurich auf den Plan: "Auf solchen Märkten wird doch nicht viel gekauft. Die meisten Besucher wollen sich nur amüsieren." Der ungeliebte Platz vor der Eishalle aber wird im kommenden Dezember wieder mustergültig dekoriert sein. So will sich Lauenau erneut aus der Stadt Rodenberg die idyllisch wirkenden Holzbuden leihen. "Noch mehr Tannengrün", verspricht Kühl, der außerdem einen richtigen Mittelpunkt schaffen will. Neben dem Kinderkarussell könnte es dann auch eine Bühne für die Musikdarbietungen geben.

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