BAD NENNDORF. Während regelmäßige Fortbildung für Ärzte, Psychologen und Therapeuten heute obligatorisch sind, finden sie sich für Arzthelferinnen so selten wie schwarze Rosen. Für die Praxismitarbeiter von rheumatologischen Schwerpunktpraxen fand jetzt unter der Leitung von Chefarzt Dr. Wolfgang Brückle in der Rheuma-Klinik Bad Nenndorf die inzwischen vierte Fortbildung statt.
Die Teilnehmerinnen der Fortbildung können die Sprechstunden künftig noch kompetenter durchführen.
Nach einem auch von der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie zertifizierten Konzept existieren fünf Module, die die wichtigsten Krankheiten der Bewegungsorgane abdecken sowie Praxiskonzepte, unter anderem für die Früh- und Notfallsprechstunde. Diesmal ging es um die Arthosen an Gelenken und therapeutische Möglichkeiten, die von Professor Lars Köhler dargestellt wurden. Die Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule und der Bandscheiben waren das Thema von Dr. Putschky, Hannover. Es folgte die Darstellung der Physikalischen Therapiemöglichkeit durch Dr. Sabine Fasse.
Nach einer Kaffeepause zeigte Dr. Carsten Stille mit eindrücklichen Bildern die Einschränkungen von Patienten mit fortgeschrittener Osteoporose und erläuterte die Diagnostik sowie die Therapiemöglichkeiten. Mit einem Vortrag zum Fibromyalgie- Syndrom beschloss Dr. Brückle den theoretischen Teil.
Der Nachmittag war der Demonstration von Befunden an Patienten, die an den vorbesprochenen Erkrankungen leiden, gewidmet. In Kleingruppen konnten die Arzthelferinnen die Fingerarthrosen ertasten und sich die Symptome aus erster Hand schildern lassen, um die Organisation der Sprechstunden künftig noch kompetenter durchführen zu können.
Am Ende der Veranstaltung erfolgte eine schriftliche Lernkontrolle, ein Baustein für den Gesamtabschluss nach allen fünf Fortbildungsteilen. Die Teilnehmer zeigten sich sehr zufrieden und dankten wie auch die Veranstalter dem Pharmaunternehmen Whyet für die Hilfe bei Organisation und Finanzierung der Tagung. Foto: privat