RINTELN (ste). Der Rintelner Reitverein unter der Führung von Jörg Bressem geht einen offensiven Weg bei der Vorbereitung der anstehenden Sanierungsarbeiten und hatte dazu jetzt erst einmal die Nachbarn per Wurfzettel eingeladen, um über den Zeitplan zu informieren und um Verständnis für die Beeinträchtigungen durch die Reithalle zu werben.
18 Jahre, so Bressem, seien ins Land gegangen, seitdem die Diskussion über die Verlagerung der Sportstätten und die Bebauung des Steinangers ihren Anfang machte. Jetzt seien die Würfel gefallen und die Vereine am Steinanger könnten notwendige Investitionen durchführen, die Jahr für Jahr aufgrund der Schwebesituation aufgeschoben worden seien. In der Erkenntnis, dass der Standort am Steinanger nicht in allen Punkten optimal sei, habe der Reitverein jetzt Planungssicherheit und über eine Verlagerung werde nicht mehr diskutiert.
Die Rintelner Reithalle am Steinanger bekommt bis Ende Mai ein neues Gesicht. Giebel- und Dachflächen werden erneuert und dabei helfen kräftig die Stadt Rinteln und der Kreissportbund.
Nun stünden die Sanierungsarbeiten an und sie beginnen bereits am 2. und 3. Mai mit der Einrüstung der Halle. Dann werden ab dem 5. Mai die asbesthaltigen Dachplatten fachgerecht abmontiert und entsorgt und ein neues, rotes Dach kommt in Abstimmung mit dem Bauamt auf die Halle. Geht alles glatt, sollen bis Ende Mai die Arbeiten beendet sein. Sogar die abgängigen Giebelverglasungen inklusive des Sockels sind dann neu und das Dach hat eine moderne Lichtkuppel erhalten.
Im kommenden Jahr sind dann die Arbeiten dran, die auf Prioritätsstufe zwei und fortfolgenden stehen, darunter eine neue Heizung, die Sanierung der Ställe, die Reitbande und der Abreiteplatz, der immer noch als Sorgenkind des Vereins gilt und ständig verschlammt.
Der Kreissportbund als Verwalter der Landesmittel für den Sport gibt die stolze Summe von 48.000 Euro als Zuschuss, die Stadt Rinteln zahlt über zwei Jahre verteilt 110.000 Euro dazu. Der Rest der geschätzten 275.000 Euro Gesamtsanierungskosten trägt der Verein über einen Baukredit und über Eigenleistung. Bressem dankte dem KSB und der Stadt Rinteln und sah in den Zuschüssen einen großen Vertrauensbeweis für die Arbeit des Vereins.
Die Anwohner freute die offene Art, mit der der Reitverein seine Sanierung darlegte und bekräftigten ihre Solidarität mit dem Verein. Sie forderten aber auch deutlich und nachhaltig mehr Sauberkeit rund um die Reithalle und einen ständigen Ansprechpartner bei Beschwerden. Bressem konnte dies gut verstehen und machte dem Wunsch des Vereins nach einem Hausmeister Luft; doch der sei zurzeit finanziell nicht leistbar. Foto: ste