1. Männergesang im Dorf feiert seinen 100. Geburtstag

    Wechselvolle Geschichte mit Auszeiten, Neubelebung, Chorgemeinschaft und Eigenständigkeit / Feierlichkeiten im Gasthaus Kuhlmann am Sonnabend

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    KRANKENHAGEN (ste). Der Männergesangvereins Krankenhagen von 1908 feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag und lädt dazu am Samstag, 26. April, in das Gasthaus Kuhlmann ab 18 Uhr ein.

    Die Chronik startet 1908

    1949 wird der Verein

    wiederbelebt

    Feuerwehr und Gesangverein

    rücken zusammen

    mit den Concorden

    "Gesang als Gemeinschaftserlebnis!" Das gibt es in Krankenhagen seit 100 Jahren und dieses Ereignis wird mit einem großen Jubiläumsfest gefeiert und zusätzlich wird es am 20. September aus diesem Anlass ein Chorkonzert mit vielen befreundeten Chören in der Erlöserkirche Krankenhagen geben.

    Der Jubiläum beginnt am Samstag um 17.30 Uhr im Gasthaus Kuhlmann mit dem Empfang der Vereine und dem anschließenden Festakt mit der Verleihung der Zelterplakette des Sängerbundes durch den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Rinteln Karl Lange.

    Nach den Grußworten der Ehrengäste und Jubilarehrungen beginnt der musikalische Teil mit Liedvorträgen des gastgebenden MGV, den Männergesangvereinen aus Volksen/Friedrichshöhe und Silixen, dem Frauenchor "Liederreigen" Silixen und dem Kirchenchor. Anschließend wird die Tanzfläche für Stimmung und Tanz mit dem "Rock-Circus" bis zum frühen Morgen freigegeben.

    Der Eintritt ist frei.

    1908 wurde der Verein unter der musikalischen Leitung von Lehrer Bodenstedt gegründet und Wilhelm Hiddessen wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Rund 40 aktive Sängern waren regelmäßig bei den Übungsabenden anwesend und neben dem Gesang wurde auch Theater gespielt.

    Der 1. Weltkrieg und seine politischen sowie wirtschaftlichen Folgen brachte die Vereinstätigkeit zum Erliegen und erst 1924 fanden wieder Übungsabende statt.

    Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde 1933 eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, um wegen der Gleichschaltung die Parteizugehörigkeit feststellen zu lassen.

    Heinrich Kuhfuß wird als Vereinsführer genannt, doch Informationen über das Vereinsleben in dieser Zeit sind rar, denn ab 1936 sind alle Protokolle aus der gebundenen Chronik entfernt worden.

    1949 begann der Verein wieder aktiv zu werden.

    1958 wurde das 50-jährige Jubiläum mit einem großen Fest gefeiert. Die Chorleitung hatte zu diesem Zeitpunkt Richard Jäger, der auch den MGV "Immergrün" Silixen leitete. Dadurch entwickelte sich eine enge Beziehung zum lippischen Nachbarn, die bis heute anhält.

    1966 tritt Heinrich Kuhfuß vom Amt des 1. Vorsitzenden zurück und Heinrich Holste wird an seine Stelle gewählt. Heinz Sievert übernimmt 1970 die Chorleitung und wird 1971 von Rudolf Gersten als neuen Dirigenten abgelöst.

    Es entwickelte sich ein sehr reges Vereinsleben mit zahlreichen offiziellen Verpflichtungen, Busfahrten und Wanderungen. Auch musikalisch bewegte sich durch Rudi Gersten sehr viel.

    Der 70. Geburtstag wird 1978 mit einem viertägigen Sängerfest gefeiert.

    1980 rücken Feuerwehr und Männergesangverein noch dichter zusammen und erweitern das Unterhaltungsangebot in Krankenhagen durch einen gemeinsam veranstalteten Dorfabend, der bis heute als Dämmerschoppen seinen festen Platz im Veranstaltungskalender des Ortes hat.

    1987 übernimmt nach dem Tod von Heinrich Holste Gerhard Werner den Verein als 1. Vorsitzender und der Verein feierte ein Jahr später seinen 80. Geburtstag.

    1990 wird der MGV von einem Schicksalsschlag getroffen, denn im Juni verstarb Rudolf Gersten an den Folgen eines Sturzes.

    Chorgemeinschaft

    Mit dem Männergesangverein "Concordia" von 1860 Rinteln wurde eine Chorgemeinschaft beschlossen.

    Nicht alle Sänger waren damit vollinhaltlich einverstanden, und doch konnte eine bis 1993 andauernde Chorgemeinschaft mit Leben gefüllt werden.

    Dann jedoch strebten die Concorden einen Zusammenschluss mit der Liedertafel zu den Vereinigten Chören Rinteln und da die Krankenhäger unbedingt ihre Eigenständigkeit erhalten wollten war die Chorgemeinschaft damit beendet.

    Als Notdirigent sprang Gerhard Kaiser ein und dann wurde Friedrich Habenicht als Chorleiter gefunden, dem Rita Lüse als echter "Glücksfall" folgte.

    Bernd Requardt führt ins Jubiläum

    Zu den Neuerungen, die der Vorstand um Bernd Requardt seit 2000 einführte, gehörte unter anderem auch ein "Freundschaftssingen rund um die Kirche" an einem Sonntagnachmittag im August. Foto: ste

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