1. Ein Sprachrohr für die Jugendlichen

    Daniel Devriel ist erster Jugendbürgermeister in der Samtgemeinde Rodenberg / Wahl ohne Gegenstimmen

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    SAMTGEMEINDE RODENBERG (pd). Die konstituierende Sitzung des frisch gewählten Jugendparlamentes der Samtgemeinde Rodenberg ging zügig über die Bühne. Zum Jugendbürgermeister wurde ohne Gegenstimme der 17-jährige Daniel Devriel gewählt. Seine beiden Stellvertreter heißen Isabell Michaelis (16 Jahre) und Sven Hornung (17 Jahre). Im Verlauf der Sitzung hat das neue Gremium auch schon gleich den Zeitpunkt für die nächste öffentliche Zusammenkunft festgelegt: am 13. Mai um 16 Uhr soll zum ersten Mal "regulär" getagt werden.

    Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann begrüßte die Mitglieder des Jugendparlamentes im Sitzungsraum des Rathauses. Zunächst äußerte er seine Zufriedenheit darüber, dass die jungen Politiker in Zukunft ein Sprachrohr für ihre Altersgenossen sein wollen. Sie seien jetzt am Zuge auszuloten "was geht und was nicht geht". Erfreut zeigte sich Heilmann auch über die starke Frauenquote im Jugendparlament. "Da geht es ja richtig mit Frauenpower zur Sache", stellte der Verwaltungschef fest.

    Gleich zu Beginn der vielen Regularien, die bei der konstituierenden Sitzung von den Jugendlichen abgearbeitet werden mussten, stand die "Feststellung des Wahlergebnisses" auf der Tagesordnung. Ohne Gegenstimme sprachen sich die Abgeordneten für das Ergebnis aus. Danach hatte Daniel Devriel bei den Wahlen am 20. und 21. Februar 316 Stimmen erhalten. Ihm folgten Sven Hornung (260 Stimmen), Isabell Michaelis (237 Stimmen), Sascha Blazek (194 Stimmen), Lars Hessmann (146 Stimmen), Jana Bredemeier (94 Stimmen), Tatjana Blum (77 Stimmen), Sandra Hill (63 Stimmen) und Kevin Grahl (60 Stimmen). In direkter Anlehnung an die Stimmenverhältnisse wurde Daniel Devriel zum Jugendbürgermeister und Isabell Michaelis und Sven Hornung zu dessen Stellvertreter gewählt. Auf eine geheime Wahl wurde bei allen Wahlen verzichtet.

    Auch die weiteren anstehenden Personalentscheidungen gingen reibungslos von Statten. Als Schriftführer des neuen Jugendparlamentes wurde der 15-jährige Sascha Blazek bestimmt. Ihm zur Seite steht Kevin Grahl als Stellvertreter. Im Ausschuss für Jugend-, Kindergarten-, Sport- und Kulturangelegenheiten wird Sven Hornung die Interessen der jungen Menschen in der Samtgemeinde Rodenberg vertreten. Im Ausschuss für Jugend, Kultur, Umweltschutz und Wege des Fleckens Lauenau möchte zukünftig Isabell Michaelis ein Wörtchen mitreden. Jana Bredemeier wird sich im Ausschuss für Jugend, Sport, Kultur und Heimatpflege der Stadt Rodenberg engagieren und Sandra Hill ist als Vertreterin der Jugendparlamentes für den Ausschuss Soziales, Sport und Fremdenverkehr der Gemeinde Apelern gewählt worden.

    Freude kam bei den jungen Leuten auf als sie erfuhren, dass ihr Engagement auch mit einer Aufwandsentschädigung honoriert werden wird. Das Sitzungsgeld für jeden Jugendparlamentarier beträgt 15 Euro. Der Jugendbürgermeister bekommt zusätzlich eine monatliche Zahlung von 20 Euro, seine Stellvertreter erhalten jeweils 15 Euro pro Monat. Diese finanzielle Anerkennung des Engagements sollen die Jugendlichen auch als Ermunterung dafür sehen, durchzuhalten. Mit dem Jugendparlament hätten die jungen Menschen in der Samtgemeinde jetzt die Chance, ihre Wünsche, Probleme und Kritikpunkte mit in die Ratsarbeit einzubringen, stellte der Samtgemeindebürgermeister fest. Die Jugendparlamentarier seien das geeignete "Transportmittel" für eine angemessene Jugendpolitik. Der Eifer, mit dem Schülerinnen und Schüler bei der ersten Zusammenkunft im Rathaus zu Werke gingen, war erstaunlich.

    Ohne viel Gerede wurde die Tagesordnung abgearbeitet und auch schon gleich ein nächster Sitzungstermin verabredet. Geld, um Projekte realisieren zu können, sei auch vorhanden, erklärte Heilmann. Nach seinen Worten würden im Haushalt der Samtgemeinde Rodenberg 1000 Euro zur Verfügung stehen. Dieses Geld sei ursprünglich als Zuschuss für die Arbeit des Samtgemeindejugendringes (SGJR) vorgesehen. Dieser hat sich vor wenigen Wochen aufgelöst. (Wir berichten an anderer Stelle über dieses Thema). Foto:pd

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