1. Fragwürdige Empfehlungen pro oder contra Gymnasium?

    Helmhold: Einschränkung des Elternwillens durch die Hintertür

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    LANDKREIS (km). Die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler an Realschulen und Gymnasien, die diese Schulform ohne eine entsprechende Empfehlung besuchen, in die sechste Klasse "abzuschulen", schränkt nach Meinung der Schaumburger Grünen-Abgeordneten Ursula Helmhold "den freien Elternwillen durch die Hintertür ein".

    Wenn ein Kind mit Realschulempfehlung auf ein Gymnasium gehe und in der sechsten Klasse sitzen bleibe, könne es gleich wieder von der Schule geschickt werden.

    Dagegen könnten Kinder mit entsprechender Schullaufbahnempfehlung die sechste Klasse auf jeden Fall zweimal machen. Das sei, so Ursula Helmhold, eine massive Ungleichbehandlung.

    Mit einer Anfrage an die Landesregierung wollen die Grünen jetzt erfahren, wieviele Schülerinnen und Schüler aufgrund des entsprechenden Paragraphen abgeschult wurden. Auch soll in Erfahrung gebracht werden, ob es überhaupt einen so großen Leistungsunterschied zwischen Schülerinnen und Schülern mit und ohne Empfehlung gebe, der eine derartige Ungleichbehandlung rechtfertige.

    "Die ohnehin oft fragwürdigen Empfehlungen dürfen nicht als Grundlage für Abschulungen dienen," empfiehlt die Abgeordnete aus Rinteln. Falls sich die Befürchtung vieler Eltern bestätigen sollte, dass aufgrund von Raummangel und zu großer Klassen die Abschulungsregelung zu restriktiv angewandt werde, müsse über eine Änderung des Schulgesetzes "die Ungleichbehandlung beendet und der Elternwillen uneingeschränkt zur Geltung gebracht werden".

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