1. Mangels Masse findet keine Gründung statt

    Solargemeinschaft sucht neue Mitstreiter

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    SAMTGEMEINDE RODENBERG (pd). An der Vorbereitung durch die Initiatoren einer "Solargemeinschaft Rodenberg" hat es sicher nicht gelegen, dass bei der eigentlich als "Gründungsversammlung" gedachten Zusammenkunft im Rodenberger "Ratskeller" am Ende nur eine Absichtserklärung herausgekommen ist. Mit Enttäuschung mussten sowohl Thomas Rector, Jost Sommerlath und Horst Roch als auch diejenigen, die ihre Anteile fest zugesagt hatten und bei der Gründungsversammlung persönlich anwesend waren, am Ende das vorläufige "Aus" für die Installation einer Bürger-Solaranlage hinnehmen.

    Schon die Abwesenheit zahlreicher möglicher Interessenten bei der Gründungsversammlung ließ bei denjenigen, die ohnehin noch einige Skepsis an der Rentabilität des Projektes äußerten, noch mehr Zweifel aufkommen. In einer kurzen Begrüßungsrede sprach Thomas Rector noch einmal die Aspekte an, die nach seiner Auffassung für die Gründung einer "Solargemeinschaft" für die Samtgemeinde Rodenberg und die Installation einer Solaranlage auf dem Dach des Kindergartens Mozartweg sprechen würden. "Rodenberg hat es verdient, in die Riege der Städte aufgenommen zu werden, die bereits mit einer solchen Solaranlage aufwarten können", so Rector. Zusammen mit Horst Roch und Jost Sommerlath ging er nochmals auf Aspekte von Technik, Organisation und Rendite der Solaranlage ein.

    Angetreten sind die drei Mitglieder der Lokalen Agenda 21 Rodenberg mit dem Ziel, auf einem öffentlichen Dach eine Solaranlage zu betreiben. Konkrete Angebote für eine solche Anlage liegen bereits vor. Das "Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)" garantiert den Inhabern von Anteilen für die nächsten zehn Jahre den Preis, der mit dem von den Solarmodulen erzeugten Strom erzielt wird. Rector leitete die Aussprache zu den einzelnen Tagesordnungspunkten mit der Bemerkung ein "Wir hoffen heute Abend auf ein gutes Ergebnis".

    85 000 Euro hatten sich die Initiatoren als Mindestsumme für den Einstieg gewünscht. Um das Dach des Kindergartens Mozartweg vollständig zu belegen, wären 120 000E Euro notwendig. Weil wie bereits erwähnt nur rund ein knappes Dutzend an Interessenten und potentiellen Anteilszeichnern zu der Gründungsversammlung erschienen waren, stockte die Versammlung. Nach einer kurzen Bilanzierung musste Rector feststellen, dass lediglich 67 500 Euro konkret für die Anschaffung und den Betrieb einer Solaranlage zusammengekommen waren. "Diejenigen, die heute nicht da sind, sind bewusst nicht da!", stellte jemand aus der Runde fest und meinte damit auch, dass es sich bei diesen zunächst Interessierten am Ende wohl eher nicht um verlässliche Anteilskäufer handeln würde.

    Bei einer Mindestbeteiligung von 2500 Euro pro Anteil standen in der sich entwickelnden Diskussion gleich mehrere Fragezeichen im Raum. Aber eigentlich drehte sich dabei alles um das Thema "Was kriegen wir für das Geld?" Horst Roch, der Fachmann für die technische Umsetzung, sah zwar auch für einen niedrigeren Betrag eine Chance, die Gründung der Gemeinschaft durchzuführen. Man könne sich auch Angebote für eine "kleine Lösung", sprich kleinere Solarfläche auf dem Dach entscheiden, erklärte er.

    Doch am Ende blieb die Erkenntnis, die Gründung der Solargemeinschaft auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. "Wir müssen noch mehr Werbung machen", so Hardo Naumann. Mit Blick auf Rinteln, wo eine solche Bürger-Solaranlage mit viel Erfolg betrieben wird, soll in den nächsten Wochen noch einmal kräftig die Werbetrommel gerührt werden. In der Hoffnung, noch mehr Bürger als bisher für die Beteiligung an dem Projekt gewinnen zu können. Ausführliche Informationen darüber gibt es im Internet unter www.agenda21-rodenberg.de oder bei Thomas Rector, Telefon 05723/75265.

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