LANDKREIS (km). Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im niedersächsischen Landtag, Ursula Helmhold, hat kritisiert, dass die Landesplanung zum Krippenausbau vorsehe, Neubauten mit 13.000 Euro und Erweiterungsbauten nur mit 5000 Euro pro Platz zu fördern. Durch jene Vorschrift dränge das Land die Kommunen zu kostenintensiveren Lösungen. "Das kann nicht im Sinne der Steuerzahler sein", bemängelt Helmhold im Rahmen einer Presse-Information. Daneben stört die Abgeordnete auch die "schleppende Umsetzung" der Förderrichtlinien für den Krippenausbau in Niedersachsen. Derzeit könnten die Kommunen die Aufträge für ihre Ausbaupläne schlicht nicht vergeben, weil die Richtlinie zur finanziellen Beteiligung des Landes nicht verabschiedet sei.
Die Grünen-Politikerin weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass Eile geboten sei, weil die Wartelisten für Krippenplätze immer länger würden. Deshalb sei es notwendig, dass den Kommunen ein vorzeitiger Maßnahmebeginn auch vor Verabschiedung der Richtlinie ermöglicht werde. Helmhold forderte Kultusministerin Heister-Neumann auf, sicherzustellen, dass den Städten und Gemeinden, die ihre Maßnahmen früher anlaufen ließen, auch die entsprechende Landesförderung zukäme.