RINTELN (km). Die Rintelner Pestalozzischule - Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen - nimmt an dem landesweiten Pilotschulen-Programm Kinder- und Jugendschutz im Internet teil. Die Patenschaft für die Pestalozzischule Rinteln übernahm Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier, der sich jetzt vor Ort auch über den konkreten Nutzen des "Schulfilters" informierte. Beim Lokaltermin konnten Schulleiterin Annemarie Näfe und ihre Kollege Jürgen Schürer auch Andreas Klett, den Geschäftsführer der gemeinnützigen "Time for Kids Foundation" begrüßen, die für die Aktion verantwortlich zeichnet. Das Programm hat das Ziel, ein Zeichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet zu setzen. Es gilt, unerwünschte Inhalte wie etwa Gewalt oder Pornografie aus der Schule heraus zu halten und Schülern die Internet-Inhalte zielgerichtet für Unterricht, Hausaufgaben und Freizeit zur Verfügung zu stellen. Kernstück des Projektes ist eine Software, die die "bedenklichen" Inhalte bei der Internet-Recherche einfach herausfiltert. Das Programm scannt jeden Tag rund vier Millionen Internet-Seiten und ist so stets auf einem aktuellen Stand - der allerdings auch keinen absoluten Schutz bieten kann. Das "Restrisiko" schätzt Andreas Klett auf fünf bis 15 Prozent. Dennoch sei der Filter durchaus effektiv - und das nicht nur in der Schule, sondern auch zuhause, wo die Sofware nach Meinung der Experten gleichermaßen installiert werden sollte. Die Pilotschulen erhalten eine besondere pädagogische und technische Beratung und werden wissenschaftlich evaluiert. Im Rahmen der Informations- und Bewusstseinsarbeit werden begleitend Pressekonferenzen, Lehrerfortbildungen und Elternabende sowie eine Informationshotline angeboten.
Zwei Schüler führen den Gästen (von links: Andreas Klett, Jürgen Schürer, Heinz-Gerhard Schöttelndreier und Annemarie Näfe) das "entschärfte" Internet vor.