1. Baubeginn an der "Kloppenburg"

    Rat beschließt Sanierung von Fahrbahn und Bürgersteigen

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    ALTENHAGEN II (al). Der Messenkämper Ortsteil Altenhagen II steht vor einer großen Baumaßnahme. Die Straße "Zur Kloppenburg" erhält in ihrer gesamten Länge einen neuen Bürgersteig sowie einen Parkstreifen mit Grünanlagen. Teilweise müssen unterirdische Leitungen erneuert werden; die Fahrbahnoberfläche wird im sogenannten DSK-Verfahren erneuert. Die Kosten von rund 250.000 Euro trägt zu einem großen Teil die Gemeinde Messenkamp. Bewilligt wurden jedoch bereits 48.600 Euro aus Mitteln des Dorferneuerungsprogramms. Rund 36.000 Euro dürften die Anlieger beisteuern.

    Die "Kloppenburg" ist eine der Bereiche, die die Gemeinde schon vor Jahren in die Förderung aufgenommen wissen wollte. Der Grund: Die vorhandene Gehweganlage ist völlig abgängig und gewährleistet keine sichere Benutzung mehr. Auch der südlich der Fahrbahn gelegene Seitenstreifen bot zuletzt keinen schönen Anblick. Teilweise wurde er als Parkfläche genutzt; im oberen Teil der Straße wechselten sich Grasparzellen, Böschungen und ungenutzte Flächen ab. Künftig soll ein Parkstreifen mit Pflanzinseln für eine bessere Optik sorgen. Im Zuge der Arbeiten werden außerdem die Straßenentwässerung, der Regenwasserkanal sowie die Kontrollschächte erneuert. Wann diese überhaupt einmal errichtet worden sind, konnte das Rathaus mangels Unterlagen nicht mehr feststellen.

    Vor wenigen Wochen wurden bereits die Anlieger über die geplanten Maßnahmen sowie deren finanzielle Folgen informiert und auch darüber, dass die zu sanierenden Pflasterflächen mit "heidebraunem" Material erstellt werden. Es habe, wie der stellvertretende Gemeindedirektor Jörg Döpke dem Rat mitteilte, "keine kritischen Anmerkungen gegeben". Diese kamen jedoch aus den Reihen des Rates. Udo Meyer (CDU) schlug vor, dem Bürgersteig einen stabileren Untergrund zu geben und begründete dies mit dem Aussehen einiger im Ortsteil Messenkamp neu angelegter Flächen. Diese seien "wellaform", weil schwere Fahrzeuge sie zum Ausweichen benutzen würden. Dies sei, wie Armin Lohmann (CDU) befand, auch für die Kloppenburg nicht auszuschließen, wenn sich dort Müllfahrzeug und Mähdrescher begegnen würden. Döpke bezifferte einen möglichen höheren Kostenaufwand auf fünf Euro pro Quadratmeter. Gemeindedirektor Uwe Heilmann warnte nicht nur vor den Mehrkosten: "Wir würden damit einen neuen Standard für alle künftigen Baumaßnahmen in der Gemeinde setzen." Der ehemalige Bürgermeister Gerd Lohmann (SPD) beklagte sich, dass die Fahrbahn selbst nur in der Oberfläche erneuert werde: "Das ist doch kein richtiger Ausbau." Döpke erwiderte, dass bereits 2005 im Rat gemeinsam entschieden worden sei, Schwerpunkte mit der Förderung durch die Dorferneuerung setzen zu wollen. Als zuschussfähig seien nur Gehweg und Seitenstreifen anerkannt worden. Lohmanns Äußerung erntete heftigen Widerspruch von Fraktionssprecher Hans-Jürgen Müller (SPD), der auch an dessen Äußerungen zur kürzlichen Baumpflanzung sowie zum Zustand der örtlichen Kinderspielplätze erinnerte: "Du kritisierst in jeder Ratssitzung Dinge, die noch in deiner Zeit als Bürgermeister einvernehmlich abgestimmt waren." Es sei "nicht redlich", das jetzt alles regelmäßig in Frage stellen zu wollen. Mit acht Ja-Stimmen bei einer Enthaltung durch Gerd Lohmann stimmte der Rat dem Ausbau in der von der Verwaltung vorgelegten Fassung zu und verabschiedete ohne weitere Aussprache einstimmig einen Nachtragshaushalt zur Finanzierung der Maßnahme. Mit dem Baubeginn wird im Frühjahr gerechnet. Döpke nannte auch Beispiele zur voraussichtlichen Belastung der Anlieger. Besitzer eines 800 Quadratmeter großen Grundstücks, die ein Vollgeschoss bewohnen, werden mit etwa 1450 Euro veranlagt. Bei zwei Vollgeschossen erhöht sich die Rechnung auf 1740 Euro.

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