HANNOVER/BAD NENNDORF. In Niedersachsen sind im vergangenen Jahr 54 Männer und Frauen ertrunken. Das sind zehn Personen oder 15,6 Prozent weniger als 2006. Im Bundesdurchschnitt ging die Zahl der Ertrunkenen um 20,1 Prozent zurück.
Niedersachsen rangiert damit in der Länderstatistik nach absoluten Zahlen wie in den Jahren zuvor hinter Bayern und Nordrhein-Westfalen an dritter Stelle. In der internationalen Kategorie "Ertrunkene je 100.000 Einwohner" rangiert Niedersachsen im Vergleich der Bundesländer mit einem Wert von 0.68 an achter Stelle. Die Quote liegt über dem Bundesdurchschnitt von 0.59.
17 Menschen ertranken in Flüssen, 16 in Seen, zehn Personen in Kanälen und Häfenbecken. 80 Prozent der Opfer ertranken in den überwiegend unbewachten Gewässern, ein Ergebnis, das in etwa dem Bundesvergleich entspricht.
In der Nordsee vor der niedersächsischen Küste verloren in Jahr 2007 fünf Menschen ihr Leben. Im Vergleichjahr 2006 gab es hingegen im Meer keinen Todesfall.Ein drei- und ein fünfjähriges Kind ertrank in einem privaten Gartenteich und zwei Menschen in einem Schwimmbad. Von den bundesweit 18 Kindern im Vorschulalter ertranken in Niedersachsen allein fünf. Der Anteil der Ertrinkungstoten über 51 Jahre liegt in Niedersachsen mit 48 Prozent etwas unter dem Bundesdurchschnitt. Der Vergleich der Geschlechter zeigt folgendes Bild: In Niedersachsen ertranken 36 Männer und 18 Frauen. Das Verhältnis liegt bei 2/3 zu 1/3 und damit um mehr als fünf Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt zu Ungunsten des weiblichen Geschlechts.
In den Sommermonaten Juni, Juli, August starben 21 Männer und Frauen, allein im Juni ertranken neun Menschen in Niedersachsen. In der Region rund um Hannover und im Schaumburger Land verloren im vergangenen Jahr acht Menschen ihr Leben im Wasser.