RINTELN (km). Am vergangenen Freitag hatten die vier Rintelner Kirchengemeinden (Johannis, Nikolai, Sturmius und Jakobi) zum "Ökumenischen Kreuzweg der Jugend 2008" eingeladen. Unter dem Motto "Menschensohn" bildeten diesmal Bilder des Künstlers Hans-Hilmar Seel aus Kirchheim die Etappen, die von rund 70 Jugendlichen angesteuert wurden.
Jugendliche mit dem letzten Motiv der siebenteiligen Serie.
In der Jakobi-Kirche werden zum Abschluss auch Gospels intoniert.
Bild_03: Die Bilder der Kreuzwegstationen von Hans-Hilmar Seel sollen zur geistlichen Meditation anregen
Bild_04: Rund 70 Jugendliche steuerten die insgesamt sieben Etappen an
Diesmal für die "Navigation" zuständig: Pastor Stefan Wagner.
Der Start erfolgt in der Nikolai-Kirche, am Ende trafen sich die Teilnehmer in der Jakobi-Kirche am Kollegienplatz, in deren Gemeindesaal auch noch eine Möglichlichkeit für "Snacks und Schnack" angeboten wurde. Bei ihrem gemeinsamen Rundgang zwischen den drei innerstädtischen Kirchen, mit Exkursionen zu Friedhof und Feuerwehr, war es zuvor die - recht anspruchsvolle - Aufgabe der jungen Teilnehmer gewesen, den Kreuzweg Jesu über die verschiedenen Motive des Künstlers mit der Lebenswirklichkeit vor Ort zu verknüpfen. Der "Jugendkreuzweg", 1958 als "Gebetsbrücke" zwischen jungen, katholischen Christen in der Bundesrepublik und der DDR geschaffen, ist heute längst eine ökumenische Tradition, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert.
Im Jubiläumsjahr zeigt der Ökumenische Kreuzweg der Jugend "menschliche Bilder von Gott". In sieben Motiven knüpft der Künstler dabei an die alte Bezeichnung des Propheten Daniel als Retter und die Hoffnungen des Volkes Israel auf Gerechtigkeit und Frieden an. Seel zeigt bewusst nicht direkt das Antlitz Jesu: Er provoziert vielmehr, eigene Vorstellungen vom Menschensohn zu entwickeln.
Der Ökumenische Kreuzweg der Jugend ist eine gemeinsame Aktion der Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend in Deutschland e.V., des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend und der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz. Die Initiative findet unterdessen auch wachsende Beachtung in den Niederlanden, in Österreich, dem deutschsprachigen Teil von Luxemburg, in Belgien und in der Schweiz. Foto: km