BAD NENNDORF (pd). Mit den steigenden Angeboten und Erfolgen gerade in der jüngsten Vergangenheit ist auch die Arbeit für die Vorstandsmitglieder des Kneipp-Vereins Bad Nenndorf enorm gestiegen. Das hat der Vorsitzende Kurt Junior in der gut besuchten Jahreshauptversammlung herausgestellt und damit die Überleitung für eine persönliche Erklärung gefunden: Seine Amtszeit dauert noch zwei Jahre. Eine nächste Amtsperiode wird es für ihn nicht geben. Möglich wäre auch ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Amt aufgrund starker beruflicher Beanspruchung.
Die Zertifizierung des Kneipp-Kindergartens an der Bahnhofstraße in Bad Nenndorf und die Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen des Vereins bezeichnete Junior als die herausragenden Ereignisse im vergangenen Jahr. In diesem Zusammenhang bedankte sich der 1. Vorsitzende ausdrücklich bei der Leiterin des Kindergartens, Johanna Behling- Wrede, für ihr Engagement. Das Projekt "Kneipp-Kindergarten" an der Bahnhofstraße würde seit zwei Jahren mit Erfolg laufen. Möglich sei in der nächsten Zukunft die Einrichtung eines zweiten Kneipp-Kindergartens, eventuell in Rodenberg. Der Verein stellte außerdem die finanzielle Beteiligung an einem Kneipp-Spielplatz im Kurpark von Bad Nenndorf in Aussicht. Bei der Durchführung der Jubiläumsfeierlichkeiten habe der ehemalige Vorsitzende Achim Bode beste Arbeit geleistet, stellte Junior in seinem Bericht ausdrücklich heraus.
Seit 1995 gehört Kurt Junior zum Vorstand des Kneipp-Vereins Bad Nenndorf, 2001 wurde er zum 1. Vorsitzenden gewählt. "Einen vorzeitigen Rücktritt kann ich nicht mehr ausschließen", erklärte er der Versammlung. Es erfordere einen großen Zeitaufwand, einen Verein in der Größenordnung des Kneipp-Vereins zu leiten und seine berufliche Situation sei mit diesen Anforderungen kaum länger in Einklang zu bringen. Gründe für den gestiegenen Aufwand sieht Junior auch in der Tatsache, dass fast alle Kursteilnehmer eine Bescheinigung für die Krankenkasse fordern würden. Ehrenamtliche gerieten an ihre Grenzen, wenn sie hunderte von Belegen ausstellen müssten. Dazu komme der Aufwand in der Abwicklung von Kostenerstattungen durch die Krankenkassen mit den notwendigen Überprüfungen einer regelmäßigen Kursteilnahme.
Dankbar zeigte sich Junior für die Unterstützung bei seinen Vorstandskollegen. Hier nannte er vor allem die zweite Vorsitzende Ingrid Müller und die dritte Vorsitzende Monika Kampers.
83 Mitglieder haben den Kneipp-Verein in 2007 verlassen. Eine Ursache für diese Abwanderung sieht Junior in der Altersstruktur der Mitglieder. Aber auch der Wegfall der 15prozentigen Ermäßigung beim Eintrittsgeld für die Landgrafentherme sieht der 1.Vorsitzende als Grund. Den Austritten stehen 25 Neueintritte gegenüber.
Aktuell kann der Kneipp-Verein Bad Nenndorf damit auf 605 Mitglieder verweisen. Die Angebote Sport, Radfahren, Wandern, Boule, Spiel und Osteoporose-Selbsthilfe werden eifrig in Anspruch genommen. Allein in der Sparte Sport nutzten 545 Teilnehmer die 30 angebotenen Kurse in Yoga und Wassergymnastik.
Eine ganz besonders eifrige Wanderin konnte von Kurt Junior den begehrten "Silbernen Wanderschuh" in Empfang nehmen. Christa Reichel wanderte 400 Kilometer auf "Schusters Rappen" durch die Natur. 41 Mitglieder wurden für zehnjährige Vereinstreue geehrt. Foto:pd.