1. Thema Abgeltungssteuer lockt

    Experte von der DekaBank in Frankfurt referiert auf Einladung der Sparkasse

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    RINTELN (km). "Mit diesem Ansturm haben wir wirklich nicht gerechnet," staunte Dirk Ackmann, Marktbereichsleiter der Sparkasse Rinteln Süd: Über 250 Zuhörer konnten jetzt im Ratskeller-Saal begrüßt werden, wo Marc Hitzemann von der DekaBank in Frankfurt über das Thema Abgeltungssteuer informierte.

    Zu den aufmerksamen Zuhörern zählen auch die Sparkassen-Berater Andreas Korff, Günter Riesner, Kirsten Niemeier, Carsten Hoebbel (v. li.)

    Der Anlage-Experten wies dabei daruaf hin, dass 2008 ein Schaltjahr im doppelten Sinn sei: Das Jahr habe nicht nur einen Tag mehr als ein normales Jahr, vor dem Hintergrund der Abgeltungssteuer bietet es den Anlegern jetzt auch noch die Möglichkeit, ihr Geld optimal anzulegen.

    Der Countdown laufe bereits, da zum ersten Januar 2009 die Abgeltungssteuer eingeführt werde. Wer aber seine Anlagestrategie rechtzeitig auf die neuen Rahmenbedingungen einstelle, könne nach wie vor von aktuellen Ertrags-Vorteilen profitieren. Deshalb sei jetzt der richtige Zeitpunkt, die eigenen Vermögensanlagen zu überprüfen. -

    Auf die Auswirkungen der Abgeltungssteuer können sich Anleger und Sparer jetzt schon einstellen. "Auch wenn die neue Regelung erst in einiger Zeit greift - Anleger sollten frühzeitig handeln," rät der stellvertretende Marktbereichsleiter Rinteln Nord, Andreas Korff: "Denn wer die Weichen jetzt richtig stellt, kann langfristig steueroptimiert anlegen."

    Die wichtigsten Änderungen sind rasch aufgezählt: Die Abgeltungssteuer von 25 Prozent trifft grundsätzlich alle Einkünfte aus Kapitalvermögen. Dazu zählen Zinsen und Dividenden, aber künftig eben auch bisher steuerfreie Kursgewinne. Hinzuzurechnen sind darüber hinaus auch noch der Solidaritätszuschlag sowie gegebenenfalls die Kirchensteuer. Immerhin: Wer einem geringeren persönlichen Steuersatz unterliegt als 25 Prozent, kann sich die zuviel gezahlte Steuer über die Einkommensteuererklärung vom Finanzamt zurückholen. Sparerfreibetrag und Werbungskostenpauschbetrag bleiben in der Höhe unverändert, werden aber zum neuen "Sparerpauschbetrag" zusammengefasst: Der liegt bei 801 Euro für Alleinstehende, beziehungsweise 1602 Euro für Zusammenveranlagte. Mit der Pauschale sind dann sämtliche Kosten im Zusammenhang mit der Kapitalanlage abgegolten. Ein Einzelnachweis der Ausgaben, um auch höhere Aufwendungen geltend zu machen, ist nicht vorgesehen.

    Auch das Halbeinkünfteverfahren wird es ab 2009 für Privatanleger nicht mehr geben: Wer Dividenden bezieht, muss diese nach den neuen Regeln zu 100 Prozent statt wie bislang nur zur Hälfte versteuern. Und mehr noch: Die steuerlich relevante "Spekulationsfrist" von einem Jahr entfällt ebenso. Sämtliche Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften sind ab 2009 unabhängig von der Anlagedauer steuerpflichtig. Ausgenommen sind lediglich Immobilien. Wie sollten Anleger jetzt reagieren? - "Angesichts dieser einschneidenden Änderungen empfiehlt es sich, die eigene Investmentstrategie genau zu überdenken," riet Marc Hitzemann. "Denn es ist durchaus möglich, über das Jahr 2009 hinaus von der bisherigen Regelung zur Spekulationsfrist zu profitieren. Anleger sollten unbedingt den Bestandschutz nutzen," so der Fachmann. Werden beispielsweise Fondsanteile vor dem ersten Januar 2009 erworben, sind die Veräußerungsgewinne nach zwölfmonatiger Haltedauer steuerfrei.

    Vor diesem Hintergrund zeigte Hitzemann seinen Zuhörern drei mögliche Lösungsansätze auf. Die Deka-Garantiefonds etwa bieten den Sparkassen-Kunden eine steueroptimierte Anlagemöglichkeit mit Kapitalgarantie und der Chance auf attraktive steuerfreie Kursgewinne.

    Im Laufe der Zeit werden sogar bereits erzielte Kursgewinne abgesichert. Im Rahmen der strukturierten Fondsprodukte wie "DekaStruktur" oder dem "Sparkassen-DynamikDepot" kann das Management auch nach Einführung der Abgeltungssteuer steueroptimierte Umschichtungen vornehmen. Als weiteren Lösungsvorschlag stellt der Experte die steueroptimierten "Deka-OptiFonds" vor, die praktisch ohne Verlust-Risiko fast ausschließlich steueroptimierte Erträge erzielen und zur Zeit "der Renner" bei der Sparkasse Schaumburg sind.

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