ENGERN (ste). Die Ortswehr Engern hatte im vergangenen Jahr eines ihrer einsatzreichsten Jahre überhaupt und mit dem Großbrand im ehemaligen Hotel "Zum Lindenkrug" einen Einsatz zu bewältigen, der sowohl ihnen als auch den eingesetzten Wehren aus Deckbergen, Steinbergen, Ahe, Westendorf, Schaumburg, Rinteln, Uchdorf und der Lebenshilfe Werkfeuerwehr eine ganze Menge abverlangte. 120 Kameradinnen und Kameraden waren über etwa 14 Einsatzstunden gefordert und auch in den kommenden Tagen gab es immer wieder Brandnester, die es zu bekämpfen gab.
Kyrill und Hochwasser forderte die Wehr außerdem noch. Und so kamen am Ende 377 Einsatzstunden für Brand- und Hilfeleistungseinsätze zusammen und über 1600 Stunden wurde geübt und ausgebildet.
Im geselligen Bereich ragte das Osterfeuer als gelungene Veranstaltung heraus und natürlich auch der vierte Engersche Gänsemarsch, bei dem 32 teilnehmende Gruppen je zehn Stationen bewältigen mussten.
Den Einzug gehalten haben in Engern jetzt auch die digitalen Funkmeldeempfänger, mit denen die Alarmierung noch punktgenauer möglich ist. So forderte Ortsbrandmeister Thomas Reese, dass bei Anforderung von Atemschutzgeräteträgern die kleinen Ortswehren stärker berücksichtigt werden: "Die Kameraden müssen Einsatzerfahrungen sammeln!" In Engern probten die Blauröcke mehr als zehn Stunden unter Atemschutz den Ernstfall.
Reese resümierte am Ende 84 Dienste seiner Kameradinnen und Kameraden für den Dienst am Nächsten und machte Hoffnung auf die Gründung einer Kinder-Feuerwehr als Nachwuchsorganisation für die Jugendwehr, die von Karl-Heinz Zerbst geführt wird. Der berichtete von einem Erste-Hilfe-Kurs der Kinder, von den Winterwettbewerben und von Wettkämpfen und jeder Menge Spiel und Spaß. Ehren konnte Reese dann Christian Marth als aktivsten Feuerwehrkameraden und für 25 Jahre fördernde Mitgliedschaft zeichnete er Karl-Heinz Kökenhoff aus. Er selbst erhielt das Niedersächsische Ehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst. Befördert wurden Sarah Denz, Jennifer Klug, Flavia Röhrs und Jens Loges zu Feuerwehrfrauen und -mann. Oberfeuerwehrfrau und -männer wurden Miriam Sikanja, Christopher Dietrich, Sascha Eckhardt und Nico Steiner. Foto: ste