LAUENAU (al). Fraktion und Vorstand der Lauenauer CDU lassen den Vorwurf des Fraktionsvorsitzenden der örtlichen SPD, Karsten Sucker, "Effekthascherei" zu betreiben (SW berichteten), nicht auf sich sitzen. Wenige Tage, nach der Verteilung des sozialdemokratischen Parteiblatts "Extra-Votum" reagierten sie mit einem eigenen Rundschreiben an die Bevölkerung in Lauenau und Feggendorf: "Die Behauptungen von Karsten Sucker stecken voller Widersprüche und Unwahrheiten." Sucker hatte das Verhalten der CDU zur "Nora"-Bebauungsplanänderung und zur Namensfindung für den ehemaligen Casala-Bereich kommentiert.
In ihrem Flugblatt geht die CDU zwar nicht auf die "Nora"-Thematik ein, nennt aber als "einige Beispiele" den Kauf der ehemaligen Casala-Immobilie und die Debatte um die Namensgebung für das frühere Firmengelände.
Im Gegensatz zu Suckers Angaben sei der Grunderwerb einstimmig erfolgt. Zudem habe der SPD-Sprecher den damaligen CDU-Fraktionsvorsitzenden Karl-Heinz Strecker nur unzureichend zitiert. Der komplette Wortlaut des Zitats aus der damaligen Haushaltsdebatte laute: "Das ist zunächst ein Klotz am Bein, aber auch eine große Chance für die Zukunft des Fleckens."
Auch beim Streit um eine Namensfindung für den früheren Fabrikbereich gehe Sucker nicht korrekt mit der Wahrheit um. "Die SPD hing das Schild ‚Casala-Park’ im Jahr 2002 eigenmächtig auf, überging den Rat und ignorierte die Namensrechte des damaligen Investors ‚Gramex’, der die Verwendung des Namens ‚Casala’ strikt untersagte", schreibt die CDU und erklärt, dass die Namensgebung "Casala-Park" inzwischen "rechtlich gesichert" sei und von vielen Bürgern im Sprachgebrauch verwendet werde. Weiter heißt es: "Unser Antrag liegt dem Rat zur Abstimmung vor. Es wäre ein Drama für Lauenau, wenn die SPD wieder gegen den Bürger stimmt!"
Wie bereits von den SW berichtet, sucht die CDU in dieser Frage inzwischen auch die Unterstützung aus der Bevölkerung: In einigen Geschäften liegen Unterschriftslisten aus.